Meinung

Spuk in der Moschee

Montagmorgen gegen sechs Uhr am Steindamm in Hamburg. 20 uniformierte Polizisten durchsuchen die Taiba-Moschee, beschlagnahmen Computer und schließen das Gebäude, in dem sich der zuvor von der Hamburger Innenbehörde verbotene »Deutsch-Arabische Kulturverein« traf. Der Spuk hinter den Mauern solle nun endlich ein Ende haben, betont der Innensenator und Bürgermeisterkandidat Christoph Ahlhaus (CDU). In der ehemaligen Al-Quds-Moschee beteten schon die Todespiloten des 11. September 2001 um Mohammed Atta und der verurteilte Marokkaner Mounir El Motassadeq. Sie war Hauptanziehungspunkt der örtlichen Dschihad-Szene, Beter der Moschee haben sich in Afghanistan und Pakistan für den Heiligen Krieg ausbilden lassen. Nun präsentiert sich Christoph Ahlhaus als Mann der Tat, der entschieden gegen Islamisten vorgeht. Und in zwei Wochen kann er sich beruhigt zum ersten Mann der Hansestadt wählen lassen. Alles gut? Nein! Denn wer garantiert, dass die Mitglieder des Tai- ba-Vereins, der auch gern mal verfassungsfeindliche Schulungen abhält, nicht ins nächstbeste Haus ziehen und einfach dort weiter predigen? Die Überwachung von Islamisten wird durch die Schließung nicht einfacher – und der Spuk geht weiter.

Kultur

Klein wünscht sich mehr Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb

Der Antisemitismus-Beauftragte Klein kritisiert einen geplanten Auftritt der palästinenisch-stämmigen DJ Sama‘ Abdulhadi im Juli in Hamburg

 19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026

Internationaler Strafgerichtshof

»Begünstigung von Kriegsverbrechen«: Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Hintergründe

 18.04.2026 Aktualisiert

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

ZDF-Politbarometer

Auf Bundesebene: AfD erstmals stärkste Kraft

Die rechtsextreme Partei profitiert von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung

 17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026