Meinung

Spuk in der Moschee

Montagmorgen gegen sechs Uhr am Steindamm in Hamburg. 20 uniformierte Polizisten durchsuchen die Taiba-Moschee, beschlagnahmen Computer und schließen das Gebäude, in dem sich der zuvor von der Hamburger Innenbehörde verbotene »Deutsch-Arabische Kulturverein« traf. Der Spuk hinter den Mauern solle nun endlich ein Ende haben, betont der Innensenator und Bürgermeisterkandidat Christoph Ahlhaus (CDU). In der ehemaligen Al-Quds-Moschee beteten schon die Todespiloten des 11. September 2001 um Mohammed Atta und der verurteilte Marokkaner Mounir El Motassadeq. Sie war Hauptanziehungspunkt der örtlichen Dschihad-Szene, Beter der Moschee haben sich in Afghanistan und Pakistan für den Heiligen Krieg ausbilden lassen. Nun präsentiert sich Christoph Ahlhaus als Mann der Tat, der entschieden gegen Islamisten vorgeht. Und in zwei Wochen kann er sich beruhigt zum ersten Mann der Hansestadt wählen lassen. Alles gut? Nein! Denn wer garantiert, dass die Mitglieder des Tai- ba-Vereins, der auch gern mal verfassungsfeindliche Schulungen abhält, nicht ins nächstbeste Haus ziehen und einfach dort weiter predigen? Die Überwachung von Islamisten wird durch die Schließung nicht einfacher – und der Spuk geht weiter.

Berlin

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Interview

»Dieses Regime darf keine Zukunft haben«

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Nahost

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Interview

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Krieg gegen Iran

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Auswirkungen

Beauftragter Klein warnt vor Vergeltungsaktionen und Demos

Der Krieg in Nahost kann auch auf Deutschland überschwappen - in Form von Anschlägen oder antisemitischen Demonstrationen. Wie das aussehen kann, erklärt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung

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Teheran

Stimmen aus Teheran

Den dritten Tag in Folge fliegt Israels Luftwaffe Angriffe im Iran. Vielen Menschen bereitet der Krieg und die ungewisse Zukunft Sorgen

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Thüringen

Geheimdienstchef: Verdeckte Operationen Irans in Deutschland möglich

Landesverfassungsschutzchef Stephan Kramer spricht von einer »anhaltend hohen Gefährdungslage«

 02.03.2026