München

Spaenle kritisiert geplante Querdenker-Demo am 9. November

Ludwig Spaenle, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben Foto: Gregor Matthias Zielke

Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle hat die geplante Kundgebung von Querdenkern am 9. November auf dem Münchner Marienplatz verurteilt. Diese soll dort unter dem Motto »Freiheit für alle politischen Gefangenen« stattfinden.

»Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind hohe demokratische Güter, die gerade in Deutschland hart erkämpft werden mussten«, erinnerte Spaenle in München. Wer sich auf den 9. November als deutschen Schicksalstag berufe und an diesem Datum in München zu einer Kundgebung aufrufe, um zugunsten vermeintlich »politischer Gefangener« zu demonstrieren, folge einer »unseligen Tradition«.

GEDENKSTUNDE Im Alten Rathaus gegenüber ist derweil um 19 Uhr unter der Schirmherrschaft von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die zentrale Gedenkstunde angesetzt, die an die Pogromnacht 1938 erinnert. Sprechen wird auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch.

Am 9. November jähren sich zum 84. Mal die von den Nationalsozialisten organisierten deutschlandweiten antisemitischen Pogrome. kna

Berlin

Gedenkzeichen für erste Rabbinerin der Welt

Regina Jonas wurde 1942 in das KZ Theresienstadt verschleppt und 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Ende August wird ihrer mit einem Gedenkzeichen gedacht

 18.08.2026

Teheran

Iran: Öffnung der Straße von Hormus hängt von USA ab

Der Iran knüpft die Öffnung der Straße von Hormus an Bedingungen im Abkommen mit den USA. Ein Professor sagt, US-Präsident Donald Trump könne sich nicht still zurückziehen

 18.08.2026

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026

Wiesbaden

Hessen verbietet Verein Palästina e.V.

Sechs Objekte durchsucht, 35 Polizisten im Einsatz: Mit diesem Vereinsverbot geht Hessens Innenministerium gegen antisemitische Propaganda vor

 18.08.2026

Portugal

Staatsanwaltschaft soll Antisemitismus-Vorwürfe an Universität Coimbra untersuchen

Auch auf dem Campus im Coimbra wird offenbar antisemitische Propaganda verbreitet. Ein jüdischer Student soll Todesdrohungen erhalten haben

 18.08.2026

Berlin

Der Senat fördert seit Jahren Islamismus-nahes Seelsorge-Projekt

Am Projekt »Muslimisches Seelsorge Telefon« ist mit »Islamic Relief« eine Organisation beteiligt, bei der das Bundesamt für Verfassungsschutz personelle Verflechtungen zur Muslimbruderschaft sieht

von Ralf Fischer  18.08.2026

Berlin

CDU-Außenpolitiker fordert EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir

Immer wieder schockiert Israels Polizeiminister Ben-Gvir. Jetzt hat er zu mehr gezielten Tötungen in Gaza aufgerufen, nicht nur bei unmittelbarer Gefahr. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, fordert Konsequenzen

 18.08.2026

Sachsen-Anhalt

Prominente unterstützen Kampagne gegen AfD-Alleinregierung

Mit Plakaten und einer Bustour will ein Bündnis auf die Folgen einer AfD-geführten Regierung aufmerksam machen. Welche Prominenten die Kampagne unterstützen und was geplant ist

 18.08.2026

Nahost

Trump droht Oman mit Angriff

Der Präsident wird erneut vulgär: »Wenn Oman im Weg steht, werden wir die Scheiße aus ihnen herausbomben«, erklärt er

 18.08.2026