Meinung

So rund wie die Welt

Ballack, Westermann, Träsch – die Sorgen des deutschen Fußballs vor der WM sind groß. Dennoch müht sich der DFB weiterhin, das gesellschaftspolitische Profil dieses Sports zu schärfen. Zuletzt setzten die deutschen Fußballer beim Spiel gegen Ungarn in Absprache mit dem Zentralrat der Sinti und Roma ein Zeichen gegen Antiziganismus. Noch vor zehn Jahren war der DFB ein nationalkonservativer Verband, für den der Fußball bloß ein rundes Ding war und auf keinen Fall etwas mit politischer Bedeutung. Jetzt aber geht der DFB gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und nun auch gegen den Hass auf Sinti und Roma vor. Er kümmert sich darum, mithilfe des Fußballs Migranten in die Gesellschaft zu integrieren und fördert den Frauen- und Mädchenfußball. Das ist gut, aber es ist auch alternativlos. Die politische Bedeutung des Fußballs hat sich vor vier Jahren im »Sommermärchen« gezeigt, als sich Deutschland dank der WM im eigenen Land beinahe ein neues Image zulegen konnte. Nun findet erstmals eine WM in Afrika statt, in einem Land, in dem vor 20 Jahren noch eine Diktatur herrschte. Zum Glück ist der Fußball politisch. Und zum Glück hat sich das herumgesprochen.

Sachsen-Anhalt

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 29.09.2026

Terrorismus

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Ricarda Louks Tochter Shani und Sonja Bohl-Denckers Tochter Carolin wurden vor drei Jahren von der islamistischen Hamas ermordet. Ihre Mütter schildern, wie sie mit dem Verlust zurechtkommen - und was sie sich wünschen

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