Meinung

So rund wie die Welt

Ballack, Westermann, Träsch – die Sorgen des deutschen Fußballs vor der WM sind groß. Dennoch müht sich der DFB weiterhin, das gesellschaftspolitische Profil dieses Sports zu schärfen. Zuletzt setzten die deutschen Fußballer beim Spiel gegen Ungarn in Absprache mit dem Zentralrat der Sinti und Roma ein Zeichen gegen Antiziganismus. Noch vor zehn Jahren war der DFB ein nationalkonservativer Verband, für den der Fußball bloß ein rundes Ding war und auf keinen Fall etwas mit politischer Bedeutung. Jetzt aber geht der DFB gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und nun auch gegen den Hass auf Sinti und Roma vor. Er kümmert sich darum, mithilfe des Fußballs Migranten in die Gesellschaft zu integrieren und fördert den Frauen- und Mädchenfußball. Das ist gut, aber es ist auch alternativlos. Die politische Bedeutung des Fußballs hat sich vor vier Jahren im »Sommermärchen« gezeigt, als sich Deutschland dank der WM im eigenen Land beinahe ein neues Image zulegen konnte. Nun findet erstmals eine WM in Afrika statt, in einem Land, in dem vor 20 Jahren noch eine Diktatur herrschte. Zum Glück ist der Fußball politisch. Und zum Glück hat sich das herumgesprochen.

Berlin

Demonstranten kleben sich vor Rüstungsunternehmen fest

Die Aktivisten wollen damit gegen Waffenlieferungen nach Israel protestieren

 21.10.2026

Berlin/Augsburg

Volker Beck: Agieren von Grünen und SPD »unverständlich«

»Bei der Berliner Linken hat keine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Judenhass und Antizionismus in den eigenen Reihen stattgefunden«, sagt der DIG-Präsident

 21.10.2026

Jerusalem

Schicksalswahl in Israel: Es geht um mehr als Netanjahu

Kann der heutige Ministerpräsident trotz des Versagens vom 7. Oktober und dreier harter Kriegsjahre seine Macht behaupten? Oder gelingt es der liberaleren Opposition, ihn nach Jahren an der Regierungsspitze abzulösen?

von Sara Lemel  21.10.2026

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 20.10.2026

Reaktionen

Ein Hausmeister für die Mullahs

Die Bundesregierung habe zu lasch auf die iranischen Mordkomplotte in Deutschland reagiert, finden jüdische und pro-israelische Organisationen. Sie fordern tiefgreifende Konsequenzen

von Stefan Laurin  20.10.2026

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 21.10.2026 Aktualisiert

Vereinte Nationen

Wer finanziert die Arbeit der UN-Berichterstatter?

Die Genfer NGO UN Watch hat einen Bericht vorgelegt, der die Zuwendungen an rund 140 unabhängige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen unter die Lupe nimmt. Auf Platz 3 der Liste: Francesca Albanese

von Michael Thaidigsmann  20.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Washington D.C.

Vance gibt keine Wahlempfehlung für Netanjahu ab

Im Gegensatz zu seinem Chef Donald Trump sieht der amerikanische Vizepräsident von einer Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten ab. Warum?

 20.10.2026