Meinung

So rund wie die Welt

Ballack, Westermann, Träsch – die Sorgen des deutschen Fußballs vor der WM sind groß. Dennoch müht sich der DFB weiterhin, das gesellschaftspolitische Profil dieses Sports zu schärfen. Zuletzt setzten die deutschen Fußballer beim Spiel gegen Ungarn in Absprache mit dem Zentralrat der Sinti und Roma ein Zeichen gegen Antiziganismus. Noch vor zehn Jahren war der DFB ein nationalkonservativer Verband, für den der Fußball bloß ein rundes Ding war und auf keinen Fall etwas mit politischer Bedeutung. Jetzt aber geht der DFB gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und nun auch gegen den Hass auf Sinti und Roma vor. Er kümmert sich darum, mithilfe des Fußballs Migranten in die Gesellschaft zu integrieren und fördert den Frauen- und Mädchenfußball. Das ist gut, aber es ist auch alternativlos. Die politische Bedeutung des Fußballs hat sich vor vier Jahren im »Sommermärchen« gezeigt, als sich Deutschland dank der WM im eigenen Land beinahe ein neues Image zulegen konnte. Nun findet erstmals eine WM in Afrika statt, in einem Land, in dem vor 20 Jahren noch eine Diktatur herrschte. Zum Glück ist der Fußball politisch. Und zum Glück hat sich das herumgesprochen.

Warnung

Holocaust-Überlebende besorgt um Zukunft der Demokratie

Sieben Holocaust-Überlebende berichten in dem Buch »Nach der Nacht« über ihre Sorgen um die Demokratie und den Aufstieg rechter Parteien. Zu sehen sind Ausschnitte der Interviews auch im Nachtprogramm der ARD

 19.01.2026

Analyse

Mächtiger Nebenbuhler

Saudi-Arabien wird für die USA ein immer wichtigerer Partner in Nahost. Was bedeutet diese Entwicklung für Israel?

von Joshua Schultheis  19.01.2026

Dachau

2025 mehr als eine Million Besucher in KZ-Gedenkstätte

Erstmals wurden in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein ganzes Jahr lang Besucher gezählt. 2025 waren es mehr als eine Million. Im kommenden Frühjahr will man deren Profil genauer untersuchen

 19.01.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein antisemitisch angefeindet

»Es ist das bisher Heftigste, was uns passiert ist«, sagt der Präsident des jüdischen Karnevalsvereins »Kölsche Kippa Köpp«. Den Mut verliert Aaron Knappstein aber nicht

von Leticia Witte  19.01.2026

Russland

Kreml: Putin erhält Einladung in Gaza-»Friedensrat«

In der Ukraine führt der Kremlchef Krieg, in den »Friedensrat« von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen ist er dennoch eingeladen worden. Moskau erklärt, was es davon hält

 19.01.2026

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit palästinensischer Terror-Unterstützerin

Die Hintergründe

 19.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Bericht: Trump-Regierung prüft Asyl für britische Juden

Großbritannien sei »kein sicherer Ort mehr für Juden«, sagt Donald Trumps persönlicher Anwalt Robert Garson gegenüber »The Telegraph«

 19.01.2026

Proteste im Iran

USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten

Ein Schlag gegen das Mullah-Regime steht für Washington weiterhin im Raum

 19.01.2026

Miami

Pam Bondi kündigt hartes Vorgehen gegen Antisemitismus an

»Die Zeiten, in denen Juden schikaniert werden konnten, sind vorbei«, sagt die amerikanische Justizministerin

 19.01.2026