Berlin

Sinti- und Roma-Mahnmal soll untertunnelt werden

Das Mahnmal in Berlin für Sinti und Roma in Europa, die von den Nazis ermordet wurden Foto: imago images/Jürgen Ritter

Im Streit über Baumaßnahmen der Deutschen Bahn am Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma hat es offenbar eine Einigung gegeben. Demnach wird die Bahn das Denkmal zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor für die Trassenführung der geplanten S-Bahn-Linie 21 untertunneln, wie der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma am Dienstag in Heidelberg mitteilte.

OBERFLÄCHE Die Oberfläche des Denkmalsgeländes werde so vollständig geschützt. Eine offene Baugrube werde es nur vor und hinter dem Denkmalsgelände geben. Einzig der Versorgungstunnel, der unter das Schwarze Becken führt, müsse zu einem Teil neu gebaut werden. Diese Bauarbeiten würden nur etwa vier Monate dauern.

Die neue Variante sei eine gute Grundlage für die weiteren Gespräche, erklärte der Zentralratsvorsitzende Romani Rose. »Berlin braucht die S21 und ich bin sehr froh, dass die Deutsche Bahn mit der jetzt vorgelegten Variante eine Perspektive aufgezeigt hat, die gleichermaßen den maximalen Schutz des Denkmals mit einer realisierbaren Trassenführung verbindet«, sagte Rose.

KRITIK Die ursprünglichen Pläne der Bahn waren auf heftige Kritik nicht nur des Zentralrates gestoßen. Sie hätten das Mahnmal über Jahre in Mitleidenschaft gezogen.

Der israelische Künstler Dani Karavan als Architekt des Mahnmal drohte deshalb mit einer Besetzung des Areals. Das Mahnmal besteht aus einem kreisrunden See auf einer Granitplatte. epd

Deutschland

Stolperstein-Verbot in Heidenau löst bundesweite Debatte aus

In der sächsischen Stadt Heidenau sollen keine Stolpersteine zum Gedenken an NS-Opfer mehr verlegt werden. Die Bildungsministerin spricht von einem Skandal

von Paula Konersmann  27.09.2026

Wissenschaft

Auf dem Trockenen?

Dürre, Wassermangel, Hitzewellen: Nach diesem Sommer fragen sich immer mehr Menschen, wie wir dem Klimawandel trotzen können. Ein Blick nach Israel könnte helfen

von Gidon Bromberg  27.09.2026

Meinung

KI-Warnung: ehrlich oder eigennützig?

Wenn Künstliche Intelligenz wirklich so gefährlich zu werden droht, wäre nicht freiwillige Zurückhaltung, sondern internationale Kontrolle die richtige Antwort

von Elke Wittich  27.09.2026

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Berlin

Söder warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linkspartei

Nach der Wahl in Berlin mit dem Sieg der Linkspartei ist noch immer unklar, wer künftig regieren wird. Der CSU-Chef hat eine klare Erwartung für den Umgang mit dem Wahlsieger

 25.09.2026

Kassel/Heidenau

Stadt stoppt Stolpersteine – Künstler: War zu erwarten

Der Stadtrat von Heidenau bei Dresden lässt keine neuen Stolpersteine im Straßenraum zu. Der Initiator der Gedenksteine, Gunter Demnig, warnt vor Unsichtbarkeit der NS-Opfer und will weitermachen

 25.09.2026

Berlin

Schuster: Seit Hamas-Angriff kaum Kontakte zu muslimischen Verbänden

Er hat muslimische Freunde. Doch offizielle Beziehungen zwischen der jüdischen Gemeinde und muslimischen Verbänden gibt es kaum noch. Der Zentralratspräsident kritisiert dies und hofft auf Besserung

 25.09.2026

USA

Rennpferd muss wegen Hitler-Bezug umbenannt werden

Der Jockey Club erhält eine formale Beschwerde, woraufhin der Name des Tieres verboten wird. Wie hieß das Pferd? Und wie heißt es jetzt?

 25.09.2026

New York

Susan Sarandon bei Demo gegen Israel festgenommen

Zwei Proteste gegen Israel fanden während der Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UNO statt. Bei einer davon wurde zum Mord an ihm aufgerufen

 25.09.2026