Berlin

Sinti- und Roma-Mahnmal soll untertunnelt werden

Das Mahnmal in Berlin für Sinti und Roma in Europa, die von den Nazis ermordet wurden Foto: imago images/Jürgen Ritter

Im Streit über Baumaßnahmen der Deutschen Bahn am Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma hat es offenbar eine Einigung gegeben. Demnach wird die Bahn das Denkmal zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor für die Trassenführung der geplanten S-Bahn-Linie 21 untertunneln, wie der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma am Dienstag in Heidelberg mitteilte.

OBERFLÄCHE Die Oberfläche des Denkmalsgeländes werde so vollständig geschützt. Eine offene Baugrube werde es nur vor und hinter dem Denkmalsgelände geben. Einzig der Versorgungstunnel, der unter das Schwarze Becken führt, müsse zu einem Teil neu gebaut werden. Diese Bauarbeiten würden nur etwa vier Monate dauern.

Die neue Variante sei eine gute Grundlage für die weiteren Gespräche, erklärte der Zentralratsvorsitzende Romani Rose. »Berlin braucht die S21 und ich bin sehr froh, dass die Deutsche Bahn mit der jetzt vorgelegten Variante eine Perspektive aufgezeigt hat, die gleichermaßen den maximalen Schutz des Denkmals mit einer realisierbaren Trassenführung verbindet«, sagte Rose.

KRITIK Die ursprünglichen Pläne der Bahn waren auf heftige Kritik nicht nur des Zentralrates gestoßen. Sie hätten das Mahnmal über Jahre in Mitleidenschaft gezogen.

Der israelische Künstler Dani Karavan als Architekt des Mahnmal drohte deshalb mit einer Besetzung des Areals. Das Mahnmal besteht aus einem kreisrunden See auf einer Granitplatte. epd

Krieg gegen Iran

Großbritannien verlegt Eurofighter nach Katar

Mit der anfänglichen Ablehnung des amerikanisch-israelischen Vorgehens gegen den Iran hatte Premier Keir Starmer den Zorn von US-Präsident Trump auf sich gezogen. Nun weicht er seine Position weiter auf

 05.03.2026

Pforzheim

Antisemitismus im Wahlkampf: »Schabbat schalom, jetzt gibt’s AfD«

In einem Video verkleidet sich der AfD-Lokalpolitiker als »orthodoxer Jude« und bückt sich nach Geld auf der Straße. Inzwischen ist sein Kanal mit mehr als 30.000 Followern gelöscht, die AfD hat ein Auschlussverfahren eingeleitet. Die Jüdische Allgemeine hat sich die Clips genau angesehen

 05.03.2026

Nahost

Iran greift Golfstaaten an

Mehr als 1.000 mutmaßlich iranische Drohnen wurden in den vergangenen Tagen allein von den Vereinigten Arabischen Emirate entdeckt. Auch im Irak gab es Einschläge. Ein Ende der Angriffe ist bisher nicht in Sicht

 05.03.2026

Erlebnisbericht

Und dann war Krieg

Aufgrund des Krieges saß die Aktivistin und FDP-Politikerin Karoline Preisler in Israel fest. »In Tel Aviv wurde jedes Telefonat, jede E-Mail, jede Dusche und jede Mahlzeit von Alarmen unterbrochen.«

von Karoline Preisler  05.03.2026

Iran

Schah-Sohn attackiert mögliche Ajatollah-Nachfolger

Der einflussreiche iranische Oppositionspolitiker Pahlavi erklärt die Suche nach einem neuen Religionsführer für aussichtslos. Der 65-Jährige bringt sich erneut als Übergangsfigur ins Spiel

 05.03.2026

Paris

Frankreich erlaubt USA beschränkte Nutzung von Militärbasen

Paris lässt zu, dass US-Flugzeuge zeitweise französische Stützpunkte nutzen. Es geht aber nicht etwa um Basen am Golf, sondern in Frankreich. Und es gibt klare Bedingungen

 05.03.2026

Brüssel

EU-Chefdiplomatin warnt: Iran-Krieg könnte Putin helfen

Füllen steigende Ölpreise Putins Kriegskasse? Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt vor unerwünschten Nebenwirkungen der Angriffe der USA und Israels auf den Iran

 05.03.2026

Teheran

Sicherheitsbedenken im Iran vor Beisetzung von Khamenei

Die iranische Führung zögert mit der Beisetzung von Religionsführer Chamenei. Grund ist ein hohes Sicherheitsrisiko

 05.03.2026

Bewaffnete Konflikte

Wie wirkt sich der Iran-Krieg auf den Ukraine-Konflikt aus?

Der Krieg im Nahen Osten hat Implikationen für Russlands Invasion in der Ukraine. Moskau und Kiew bekommen dabei die Folgen auf unterschiedliche Weise zu spüren

von André Ballin, Andreas Stein  05.03.2026