Meinung

Schwule Juden raus!

Erst waren es britische Akademiker, die keine Beiträge israelischer Forscher in ihren wissenschaftlichen Periodika abdrucken wollten. Dann sollte Danone-Joghurt boykottiert werden, weil die Firma auch Mineralwasser vertreibt, das vom Golan stammt (besetztes Gebiet). Jetzt sind die Schwulen und Lesben dran: Die Madrider Gay-Pride-Parade hat aus Protest gegen die Erstürmung der Gaza-Flottille eine Delegation israelischer Homosexueller ausgeladen. Dabei waren die an der Aktion beteiligten Soldaten vermutlich Heteros. Egal. Boykott ist Boykott. Und der muss weitergehen. Als Nächstes sollte unbedingt der internationale Dachverband der Hundezüchter und -besitzer F.C.I. (Fédération Cynologique Internationale) den Kanaanhund, auch bekannt als Israelspitz, aus der Rassenliste streichen. Ähnliches gilt für Gartenteiche: Zionistische Kois aus Israel gehören dort nicht hinein. Übrigens: Die nervigen Vuvuzela-Tröten werden auch in Israel produziert. Das ist zwar nicht wahr, aber vielleicht verbreitet sich ja das Gerücht. Dann wäre endlich Ruhe in den Stadien und auf den Straßen.

Atomprogramm

Iran: Nächste Verhandlungsrunde mit den USA in Genf

US-Präsident Donald Trump fordert vom Teheraner Regime, sein Atomprogramm zu beenden. Doch die iranische Regierung ist nur zu Zugeständnissen bereit

 16.02.2026

Sydney

Bondi-Attentäter erstmals vor Gericht

Naveed Akram ist wegen 59 Straftaten angeklagt, darunter 15-facher Mord sowie die Durchführung eines Terroranschlags

 16.02.2026

Dresden

Mehr rechtsextreme Vorfälle an Sachsens Schulen

Von NS-Symbolen und Parolen bis hin zu Beleidigungen und Gewalt: Das sächsische Bildungsministerium hat 2025 fast 250 rechtsextreme Vorfälle dokumentiert

von Yvonne Jennerjahn  15.02.2026

Analyse

Das Prinzip Trump

Der US-Präsident hat Israels sicherheitspolitische Lage gestärkt – zugleich spaltet er das eigene Land. Aber ein geschwächtes Amerika garantiert keinen stabilen Schutz

von Carsten Ovens  15.02.2026

Nahost

Italien und Rumänien nehmen als Beobachter an Trump-»Friedensrat« teil

Bislang sind in dem Gremium des US-Präsidenten nur zwei EU-Staaten dabei

 15.02.2026 Aktualisiert

Solidarität

Für Freiheit im Iran: 250.000 Demonstranten in München

Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman: »Ein Regime, das für Terrorismus steht, gehört abgesetzt«

 15.02.2026 Aktualisiert

USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident droht Teheran im Streit über das Atom- und Raketenprogramm mit einem Angriff. Er legt nach: Nur ein Deal könne dies verhindern

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026