Berlin

Schriftzug »Nie wieder ist jetzt« erstrahlt auf Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor am Donnerstagabend Foto: picture alliance/dpa

Das Brandenburger Tor ist zum 85. Jahrestag der NS-Pogromnacht am Donnerstagabend mit dem Schriftzug »Nie wieder ist jetzt« angestrahlt worden. Passend zu den Farben der israelischen Flagge erstrahlte das Tor weiß, der Schriftzug und ein Davidstern leuchteten blau. Laut einem Sprecher der Berliner Senatsverwaltung hatte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die Illumination angeregt. Sie wurde gegen 18.30 Uhr eingeschaltet und sollte bis um 22 Uhr zu sehen sein.

Spätestens seit den Ereignissen der vergangenen Wochen sei die Botschaft aktueller denn je, betonte Wegner am Donnerstag. Jüdinnen und Juden müssten in Berlin und Deutschland sicher sein. »Wir werden alles dafür tun, damit Antisemitismus und Israelhass in Berlin keinen Platz haben«, sagte der CDU-Politiker und versprach, Betroffene nicht allein zu lassen.

»Jeder einzelne von uns ist im alltäglichen Leben, auf der Straße, bei der Arbeit gefordert, Zivilcourage zu zeigen, hinzuschauen und sich zur Wehr zu setzen gegen Antisemitismus und gegen Angriffe auf unsere jüdischen Nachbarn und Freunde«, so der Regierende Bürgermeister.

Versuchter Brandanschlag

Seit dem Angriff der Hamas auf Israel gab es in Deutschland zahlreiche Angriffe auf Jüdinnen und Juden. In Berlin malten Unbekannte Davidsterne auf Häuser jüdischer Berliner, Mitte Oktober gab es einen versuchten Brandanschlag auf eine Synagoge.

1938 hatten Schlägertrupps der Nationalsozialisten in der Nacht vom 9. zum 10. November landesweit eine Gewaltwelle gegen Juden begonnen. In der Folge wurden nach Angaben des Deutschen Historischen Museums mehr als 1300 Menschen ermordet, 1400 Synagogen zerstört und beschädigt, 7000 Geschäfte überfallen und 30.000 Juden in Konzentrationslager verschleppt. dpa

Teilnehmer einer Demonstration »United4Palestine« halten Palästinenserflaggen, auch eine Flagge der Linken und eine Queer-Flagge sind zu sehen.

Berlin

Israelfeindliche Demonstration durchs Regierungsviertel

Rund 3.500 Menschen nehmen an der Demonstration unter dem Motto »United4Palestine« teil. Auch Politiker und Aktivisten der Linkspartei waren dabei. Einige Demonstranten wurden festgenommen

 11.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Saudi-Arabien

Mindestens zwölf Tote bei Angriff auf Flughafen in Riad

Der Konflikt zwischen den vom Iran unterstützten Huthi im Jemen und Saudi-Arabien eskaliert. Bei dem Angriff auf den Flughafen King Chalid gibt es Tote und Hunderte Verletzte. Wie reagiert Washington?

 11.10.2026

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  10.10.2026

Hans-Georg Lindenau in seinem Ladengeschäft »M99 Gemischtwaren mit Revolutionsbedarf«

Deutschland

Berlin-Kreuzberg: Aushänge gegen Judenhass - Jugendliche greifen Geschäftsinhaber an

Der Staatsschutz ermittelt

 10.10.2026 Aktualisiert

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026