Leipzig

Schmiererei an Schaufensterscheibe

Foto: imago images/U. J. Alexander

In Leipzig haben Unbekannte Schaufensterscheiben und Eingangstür eines Geschäftes mit einem Davidstern und Schriftzügen beschmiert. Da ein antisemitisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne, habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, teilte die Polizeidirektion Leipzig am Dienstag mit. Es werde wegen Sachbeschädigung ermittelt. Zur Höhe des Sachschadens machte die Polizei keine Angaben.

Corona Die Schmierereien an dem Laden in der Leipziger Eisenbahnstraße wurden den Angaben nach zwischen Freitagabend und Montagmorgen angebracht.

Wie die »Leipziger Volkszeitung« (Dienstag) unter Berufung auf den Filialleiter des Geschäfts berichtete, hatte es in der Vergangenheit bereits ähnliche Anfeindungen gegeben, weil in dem Geschäfts wegen der Corona-Pandemie konsequent das Tragen einer Schutzmaske verlangt worden sei.

In Leipzig war es bereits der zweite antisemitische Vorfall innerhalb weniger Tage. Anfang vergangener Woche war eine Jüdin von ihrer Nachbarin attackiert worden. Wie das Portal »Tag 24« (Dienstag) berichtete, soll es sich bei der Angreiferin um die frühere Büroleiterin eines SPD-Landtagsabgeordneten handeln. epd

Berlin

YouGov-Umfrage: AfD neun Prozentpunkte vor der Union

Die Partei nähert sich in einer neuen Umfrage der 30-Prozent-Marke. Der Vorsprung auf die Union ist in der Erhebung so groß wie noch nie

 16.06.2026

Berlin

Trotz Zusage: AfD-Politiker darf nicht in gehobenen Dienst

Ein AfD-Kommunalpolitiker bewirbt sich für ein Polizeistudium. Dann erfährt das Land Berlin von seinem politischen Amt und zieht die Zusage zurück. Ein Gericht hat nun vorläufig entschieden

 16.06.2026

Debatte

Politologe: AfD als rechtsextrem zu bezeichnen, schreckt kaum noch Wähler ab

In Hessen stufte der Verfassungsschutz die Partei als rechtsextremen Verdachtsfall ein. Das bestärke die AfD in ihrer Opferrolle, meint Professor Christian Stecker

 16.06.2026

Berlin

JFDA veröffentlicht Dossier zur Parole »Globalize the Intifada«

Die NGO beschäftigt sich mit der Bedeutung und Wirkung des Slogans, der in den vergangenen Monaten bei israelfeindlichen Demonstrationen verwendet worden ist

 16.06.2026

Essen

Schüler wollte Juden ermorden: Islamistischer Messerangreifer vor Gericht

Dem Angeklagten wird dreifacher versuchter Mord vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft beabsichtigte er, möglichst viele Juden zu töten, fand aber keine

 16.06.2026

USA

Jüdische Organisationen kritisieren Iran-Abkommen

Trump sei »so fixiert darauf gewesen, ein Abkommen mit dem Iran zu erreichen, dass er ohne jede Scheu bereit war, Israel beiseitezuschieben«, sagt Halie Soifer, die Vorsitzende des Jewish Democratic Council of America

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über seinen wahren Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026

Heemstede

Niederländische Polizei vereitelt Anschlag auf Synagoge

Zwei Jugendliche und zwei Erwachsene befinden sich in Haft. Ziel des geplanten Anschlags soll ein jüdisches Gotteshaus gewesen sein

 16.06.2026

Albanien

Flamingos gegen Kushner

In Tirana wächst der Widerstand gegen einen Inselverkauf. Präsident Edi Rama wirft den Demonstranten Antisemitismus vor. Zu Recht?

von Adelheid Wölfl  16.06.2026