Neujahr

Schana towa!

Bundespräsident Joachim Gauck Foto: Bund

Neujahr

Schana towa!

Glückwünsche von Bundespräsident Joachim Gauck

von Joachim Gauck  03.09.2013 15:29 Uhr

Ein Jahr endet, ein neues beginnt: Zeit für uns Menschen, in uns zu gehen, bevor wir auf das vor uns Liegende schauen. So auch an Rosch Haschana, dem Fest, an dem die Gläubigen vor sich selbst Rechenschaft ablegen über ihr Handeln. Solche Festtage führen uns zu uns selbst und helfen zugleich, unseren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Ein schöner Brauch zum jüdischen Neujahrsfest ist es, Granatäpfel zu essen. Der lateinische Ursprung ihres Namens – »granum« – verweist auf die zahlreichen Kerne dieser Frucht. Dem Granatapfel gleich ist heute auch jüdisches Leben in Deutschland wieder vielfältig und facettenreich.

kerne So wie die Frucht sich durch ihre Kerne vermehrt, so erwächst durch die tägliche engagierte Arbeit so vieler jüdischer Menschen viel Neues und Buntes in den jüdischen Gemeinden in unserem Land. Es entstehen neue Synagogen und Gemeindezentren an Orten, wo sie einst grausam zerstört wurden. Was für ein Geschenk das ist, habe ich bei der Synagogeneinweihung in Ulm erleben dürfen. Und schon heute freue ich mich auf meinen Besuch beim Jüdischen Gemeindetag im November in Berlin.

Aus zahlreichen Ländern sind Menschen jüdischen Glaubens nach Deutschland gekommen. So wächst nicht nur die Zahl jüdischer Gemeinden, es wächst auch die Vielfalt innerhalb des Judentums. Das ist gewiss mit Herausforderungen verbunden, aber es zeigt, wie das Miteinander in unserer Gesellschaft gelingen kann. Auch jüdische Gelehrsamkeit, Theologie und Bildung blühen heute wieder auf in Deutschland. Dafür bin ich zutiefst dankbar.

Ich freue mich, dass die jüdischen Gemeinden hierzulande eine immer lebendigere Rolle spielen. Sie übernehmen Verantwortung und stärken unseren Zusammenhalt. Ich ermutige Sie alle, diesen Weg weiterzugehen. Religiöses Leben mit seinen Traditionen gehört zu unserer Gegenwart und wirkt auch in einem säkularen Umfeld zurück auf die Gesellschaft insgesamt. (...) Ein gesegnetes neues Jahr, Schalom und Schana towa!

»Letzte Verteidigungswelle«

Haftstrafen gegen junge Neonazis

Seit März standen in Hamburg mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe »Letzte Verteidigungswelle« vor Gericht. Weil sie so jung sind, ohne Öffentlichkeit. Nun sind die Urteile gefallen.

 05.08.2026

Jackson Irvine beim WM-Spiel Australien gegen Ägypten, 3. Juli 2026

Nach Antisemitismus-Vorwürfen

Umstrittener FC St. Pauli-Kapitän Jackson Irvine wechselt nach Japan

Der Australier war wegen anti-israelischer Gesten heftig kritisiert worden und hatte vergangene Saison bei dem Bundesligaabsteiger für eine Krise unter Führung und Fans gesorgt

 05.08.2026

Meinung

Danke, Boy George!

Wie die 80er-Jahre-Ikone gegen alle Widerstände für Israel eintritt, verdient unseren Dank

von Sophie Albers Ben Chamo  05.08.2026

Wahl zum Abgeordnetenhaus

Umfrage: Linke in Berlin auf Platz eins

Am 20. September findet die Wahl zum Landesparlament statt. Würde schon am Sonntag gewählt, bekäme die Linke einer Umfrage zufolge die größte Zustimmung. Doch das Rennen ist knapp

 05.08.2026

Nach CSD-Anschlag

So viele islamistische Gefährder müssen nun in Berlin Fußfesseln tragen

Eine Übersicht

 05.08.2026

Berlin

Viele Fragezeichen zu CSD-Anschlag nach Sondersitzung

Gab es Kommunikationsprobleme zwischen Sicherheitsbehörden und Politik vor dem Anschlag am Rande des CSD? Abgeordnete sehen reichlich offene Fragen rund um die Tat

 05.08.2026

Berlin

Insolvenz: Masorti-Grundschule muss schließen

Die Hintergründe

von Mascha Malburg  05.08.2026

Arlington (Virginia)

USA haben Großteil ihrer Langstreckenraketen im Iran-Krieg verbraucht

Im Verlauf der Operation »Epic Fury« wurden bereits nahezu sämtliche verfügbaren Army Tactical Missile Systems (ATACMS) sowie Precision Strike Missiles (PrSM) eingesetzt

 05.08.2026

Großbritannien

Antisemitische Vorfälle in Großbritannien um 21 Prozent gestiegen

Der Community Security Trust registriert einen Fall von lebensbedrohlicher Gewalt sowie 135 körperliche Angriffe – so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr

 05.08.2026