Terror

Rushdie-Attacke: Israels Premier beschuldigt Teheran

Salman Rushdie Foto: picture alliance / Evan Agostini/Invision/AP

Der israelische Regierungschef Yair Lapid hat die Messerattacke auf den britisch-indischen Autor Salman Rushdie als »Attacke auf unsere Freiheiten und Werte« verurteilt.

Der Vorfall sei »das Resultat von Jahrzehnten der Aufwiegelung, angeführt durch das extremistische Regime in Teheran«, schrieb Lapid am Samstagabend bei Twitter. Stellvertretend für die Menschen in Israel wünsche er dem Schriftsteller eine vollständige und schnelle Genesung.

Rushdie war am Freitag bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat New York von einem Mann angegriffen worden. In einem Krankenhaus wird der 75-Jährige künstlich beatmet. Der Autor wird seit Jahrzehnten von religiösen Fanatikern verfolgt. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der mutmaßliche Attentäter, ein 24 Jahre alter Mann, sitzt in Untersuchungshaft.

Wegen Rushdies Werk »Die satanischen Verse« aus dem Jahr 1988 hatte der damalige iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini zur Tötung des Autors aufgefordert. Er warf Rushdie vor, den Islam, den Propheten und den Koran beleidigt zu haben. dpa

Nahost

Iran lehnt Beschränkungen des Atomprogramms ab

US-Präsident Trump hatte dem Mullah-Regime mit einem Militärschlag gedroht, sollte es sich einem Nuklear-Abkommen verweigern

 28.01.2026

Tagung

Europäische Rabbiner diskutieren interreligiösen Dialog in Jerusalem

Wie viel Religion braucht der Frieden? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsveranstaltung der Europäischen Rabbinerkonferenz bei deren Tagung in Jerusalem

 28.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen aber dennoch die Mehrheit darstellen.«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

DIG fordert klare EU-Entscheidung gegen Revolutionsgarden

Volker Beck, der Präsident der Organisation, erklärt, die Maßnahmen müssten über symbolische Schritte hinausgehen

 28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USA kündigen mehrtägige Militärübungen im Nahen Osten an

US-Präsident Donald Trump spricht von einer »schönen Armada«, die sich in der Nähe Irans befinde

 28.01.2026

New York

UNO-Vollversammlung: Holocaust-Überlebende hält erste Rede auf Hebräisch

»Der Holocaust begann nicht mit den Gaskammern. Er begann mit Worten, Hetze, Propaganda, Witzen, Anschuldigungen und Gleichgültigkeit«, sagt Sara Weinstein

 28.01.2026

New York

»Fucking Jew«: Rabbiner beleidigt und angegriffen

Der Angreifer soll das Opfer antisemitisch beleidigt und ihm ins Gesicht geschlagen haben

 28.01.2026