UNRWA/Terror

Roth: Palästinenserhilfswerk hat Glaubwürdigkeit komplett verloren

Michael Roth (SPD) Foto: picture alliance / photothek

Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge UNRWA hat dem SPD-Außenpolitiker Michael Roth zufolge an Glaubwürdigkeit verloren. Die Vorwürfe, dass Beschäftigte des Hilfswerks direkt oder indirekt an den Terrorakten des 7. Oktober beteiligt gewesen sein sollen, »sind derart hart und weitgehend, dass die Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen, aber auch eben dieser Organisation komplett verloren geht«, sagte Roth am Mittwoch im Deutschlandfunk.

»Und wenn wir wirklich den Gazastreifen und Palästina, die palästinensischen Gebiete, wieder aufbauen wollen, wenn wir wirklich zu einer Zweistaatenlösung kommen wollen, dann brauchen wir eine Organisation, die glaubwürdig ist für alle Beteiligten. Und ich kann mir das mit UNWRA sehr schwer vorstellen.« Deswegen sei bei den Vereinten Nationen eine »Reform an Kopf und Gliedern« nötig, sagte Roth. »Und daran müssen wir uns auch aktiv beteiligen.«

Zwar wiege das Argument, dass die Hilfe der Organisation kurzfristig nicht ersetzt werden könne, schwer. »Aber wir in Deutschland stellen ja auch nur 39 Prozent unserer humanitären Hilfe für UNRWA zur Verfügung. Wir haben ja noch das Rote Kreuz und andere internationale Hilfsorganisationen«, sagte er.

Mehrere westliche Staaten haben wegen der Anschuldigungen Zahlungen an UNRWA vorübergehend eingestellt, unter ihnen die beiden größten Geldgeber, die USA und Deutschland. Das Hilfswerk trennte sich von den Mitarbeitern und beabsichtigt, den Vorwürfen nachzugehen. dpa

Khan Younis

Israel wirft Hamas Folter in Klinik vor

Die Terrororganisation soll ein Krankenhaus im Süden des Gazastreifens als Folterzentrale nutzen, um ihre Macht über die Bevölkerung auszubauen

 20.08.2026

Berlin

Diskriminierung wegen falscher Hummus-Aussprache?

Im Ortsteil Prenzlauer Berg soll ein arabisches Restaurant einen israelischen Gast wegen der vermeintlich falschen Aussprache des Kichererbsengerichts nicht bedient haben. Das Lokal widerspricht dem Vorwurf

 20.08.2026

USA

Amerikas nächster Präsident?

Rahm Emanuel gilt als Hoffnungsträger der Demokraten und steht für einen Kurs der Mitte – sowohl in innenpolitischen Fragen als auch im Verhältnis zu Israel. Eine Annäherung

von Joshua Schultheis  20.08.2026

München

Knobloch in Zeiten von Judenhass: »Ich habe mich getäuscht«

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden spricht offen über ihre Enttäuschung: Warum die Reaktion auf das Hamas-Massaker ihr nicht genügt und der Judenhass sie tief erschüttert

 20.08.2026

Florida

Nach antisemitischen Angriffen: »Hebräischer Hammer« gewinnt Vorwahl

Der jüdische Abgeordnete Randy Fine, ein republikanischer Israel-Unterstützer, setzt sich gegen den Antisemiten Dan Bilzerian durch

 20.08.2026

Berlin

Medienbericht: Andreas Franck will nicht Antisemitismusbeauftragter werden

Das Bundesinnenministerium wollte die Absage Francks auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren

 20.08.2026

Mar del Plata

Argentinien entlässt Bundesrichter wegen antisemitischer Äußerungen

Der Justizrat sieht einen schweren Verstoß gegen die für Richter geltenden Anforderungen an Anstand und Unparteilichkeit

 20.08.2026

München

Brandanschlag auf jüdisches Gemeindezentrum: Hinweise auf deutschen Täter verdichten sich

56 Jahre nach dem tödlichen Anschlag in der Reichenbachstraße 27 legen die Ermittler einen neuen Erkenntnisstand vor

 20.08.2026

Berlin

Umfrage: Mehrheit lehnt AfD-geführte Regierung im Osten ab

Die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei kann bei den Landtagswahlen im Osten mit hohen Stimmanteilen rechnen. Die Möglichkeit, dass sie im Anschluss einen Ministerpräsidenten stellen könnte, stößt überwiegend auf Ablehnung

 20.08.2026