Meinung

Rote Karte für Katar

Offene Europameisterschaft heißt das, was der schwedische Handballverband gerade in Göteborg organisiert hat. Viele Teams der Unter-19-Jährigen waren eingeladen, nicht nur aus Europa. Als es zum Aufeinandertreffen von Israel und Katar kommen sollte, blieben die Sportler des Emirats fern. Offizielle Begründung: Trikots vergessen.

Trikos Der Skandal, den sich Katar geleistet hat, kommt mittlerweile so oft vor, dass man nicht mal der Chronistenpflicht nachkommen kann: Hier meldet sich ein Fußballer »verletzt« ab, dort hat ein Ringer den Termin »verpasst«. Nun also Trikots »vergessen«. Was den jüngsten Skandal aber besonders macht, ist, dass es Katar ist, das glaubt, Israel diskriminieren zu können. Immerhin ist das Land im Jahr 2022 der Gastgeber der Fußball-WM der Männer.

Das ist ein Sportereignis deutlich größerer Güte als Juniorenhandball in Schweden. Katars Schritt bedroht nicht nur eine eventuell (und hoffentlich) sich für die Fußball-WM qualifizierende israelische Mannschaft. Auch jüdische Sportler, Besucher, Funktionäre und Journalisten sind jetzt gewarnt. Der Europäische Handballverband hat gehandelt: ein 10:0-Sieg der Israelis auf dem Papier; Suspendierung des katarischen Teams für ein Jahr; und eine Strafe an den katarischen Verband in Höhe von 15.000 Euro.

Das ist gutes, schnelles Handeln. Aber im Vergleich zu den Summen, die bei der Fußball-WM verdient werden, sehr, sehr wenig. Katar ist zu billig weggekommen.

Debatte

Warum werden Israels Fehler laut, der mörderische Judenhass seiner Feinde aber allzu oft nur sehr leise benannt?

Ein Kommentar von Stephan-Andreas Casdorff

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