Oswiecim

Ronald Lauder: Schweigen der Welt hat zu Auschwitz geführt

Ronald Lauder bei der Gedenkzeremonie am 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, hat Schweigen und Gleichgültigkeit gegenüber Antisemitismus angeprangert.

»Es war das Schweigen der Welt, das zu Auschwitz geführt hat«, sagte Lauder am Montag bei der Gedenkveranstaltung am 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee auf dem Gelände des früheren deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Auch heute sei Gleichgültigkeit zu beobachten - »wir dürfen aber nicht schweigen«.

Lesen Sie auch

Das, was in Auschwitz und beim Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel geschehen sei, habe einen »gemeinsamen Faden«: den Hass gegen Juden über Jahrhunderte hinweg. Im Zuge des massiv gestiegenen Antisemitismus infolge des 7. Oktober würden jüdische Studierende und Lehrkräfte bedroht und ausgeschlossen. Kindern werde gesagt, sie sollten aus Sicherheitsgründen nach außen hin nicht zeigen, dass sie jüdisch seien.

Lauder verwies auf Hass in der ganzen Welt: »Es fällt uns allen schwer, das zu beobachten.« Und es sei kaum vorstellbar, wie das für die rund 50 Überlebenden, die nun bei der Gedenkfeier teilnähmen, sei. Um all dem entgegenzutreten, sei »ernsthafte Bildung« nötig. kna

Kommentar

Eure Masche zieht nicht mehr!

Mittlerweile hat es sich selbst im Kulturbetrieb herumgesprochen, dass die Bigotterie der sogenannten pro-palästinensischen Aktivisten allzu durchschaubar ist, wenn Menschenrechte gepredigt und im gleichen Atemzug »Genozid« und »Boykott« geschrien wird

von Sophie Albers Ben Chamo  22.02.2026

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026

Berlinale

»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

von Katrin Richter  21.02.2026

Meinung

Endlich kehrt Ehrlichkeit in die Debatte über die UNRWA ein!

Der CDU-Antrag bringt auf den Punkt, was seit Jahren verdrängt wurde: Palästinensische Gewalt darf natürlich nicht als politisches Instrument akzeptiert werden

von Daniel Neumann  21.02.2026

Parteitag

»Die UNRWA ist nicht reformierbar«: CDU will Zahlungsstopp

Einmütig haben die Delegierten des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart beschlossen, dass es künftig striktere Auflagen für deutsche Zuschüsse an die Palästinenser geben soll

von Michael Thaidigsmann  21.02.2026

Militär

Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten

Bei einem Besuch in Israel vereinbaren Vertreter der Bundeswehr eine engere Kooperation mit Israels Armee. Deutschland will dabei auch etwas über die Integration von Frauen ins Militär lernen

 20.02.2026

Stuttgart

Merz schließt AfD als Option kategorisch aus

In Teilen der CDU liebäugeln manche damit, ob nicht doch auch die AfD ein Partner werden könnte. Der Parteichef zieht eine deutliche rote Linie

 20.02.2026

Berlin

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen

Die Bundesregierung warnt Deutsche im Iran erneut vor einer möglichen Eskalation. Noch gebe es Ausreisemöglichkeiten zu Lande und mit Flugzeugen

 20.02.2026

Düsseldorf

Jetzt auch Wirbel um Jobs bei AfD-Abgeordneten in NRW

Minijobs für eine 85-Jährige und die Frau eines Lokalpolitikers: Jetzt geraten auch AfD-Abgeordnete in NRW in die Vetternwirtschafts-Debatte

 20.02.2026