Oswiecim

Ronald Lauder: Schweigen der Welt hat zu Auschwitz geführt

Ronald Lauder bei der Gedenkzeremonie am 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, hat Schweigen und Gleichgültigkeit gegenüber Antisemitismus angeprangert.

»Es war das Schweigen der Welt, das zu Auschwitz geführt hat«, sagte Lauder am Montag bei der Gedenkveranstaltung am 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee auf dem Gelände des früheren deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Auch heute sei Gleichgültigkeit zu beobachten - »wir dürfen aber nicht schweigen«.

Lesen Sie auch

Das, was in Auschwitz und beim Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel geschehen sei, habe einen »gemeinsamen Faden«: den Hass gegen Juden über Jahrhunderte hinweg. Im Zuge des massiv gestiegenen Antisemitismus infolge des 7. Oktober würden jüdische Studierende und Lehrkräfte bedroht und ausgeschlossen. Kindern werde gesagt, sie sollten aus Sicherheitsgründen nach außen hin nicht zeigen, dass sie jüdisch seien.

Lauder verwies auf Hass in der ganzen Welt: »Es fällt uns allen schwer, das zu beobachten.« Und es sei kaum vorstellbar, wie das für die rund 50 Überlebenden, die nun bei der Gedenkfeier teilnähmen, sei. Um all dem entgegenzutreten, sei »ernsthafte Bildung« nötig. kna

Berlin

Zentralrat der Juden: Das Ende des Mullah-Regimes liegt in unserem nationalen Interesse

Zentralratspräsident Josef Schuster sieht in den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran die Chance, das Mullah-Regime endlich zu beenden

von Jürgen Prause  02.03.2026

Interview

»Dieses Regime darf keine Zukunft haben«

Der Grünen-Politiker Omid Nouripour über die Chancen auf einen Regimewechsel im Iran und die Maßnahmen, die Deutschland jetzt treffen sollte

von Michael Thaidigsmann  02.03.2026

Luftfahrt

Bericht: Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht

Wegen des Kriegs gegen den Iran: »Flügel Zions« parkt nun am Flughafen BER

 02.03.2026

Nahost

Katar schießt zwei iranische Kampfjets ab

Der iranische Beschuss in der Golfregion lässt nicht nach. Zum ersten Mal meldet der Golfstaat Katar nun den Abschuss zweier Kampfflugzeuge

 02.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Krieg gegen Iran

Trump: »Die große Welle kommt erst noch«

Der US-Präsident hat noch umfassendere Angriffe gegen das Mullah-Regime in Teheran angekündigt und schließt auch den Einsatz von Bodentruppen nicht aus

 02.03.2026

Auswirkungen

Beauftragter Klein warnt vor Vergeltungsaktionen und Demos

Der Krieg in Nahost kann auch auf Deutschland überschwappen - in Form von Anschlägen oder antisemitischen Demonstrationen. Wie das aussehen kann, erklärt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung

 02.03.2026

Teheran

Stimmen aus Teheran

Den dritten Tag in Folge fliegt Israels Luftwaffe Angriffe im Iran. Vielen Menschen bereitet der Krieg und die ungewisse Zukunft Sorgen

 02.03.2026

Thüringen

Geheimdienstchef: Verdeckte Operationen Irans in Deutschland möglich

Landesverfassungsschutzchef Stephan Kramer spricht von einer »anhaltend hohen Gefährdungslage«

 02.03.2026