Berlin

Ron Prosor: »Notwendiger Pakt mit dem Teufel«

Ron Prosor, Botschafter Israels in Deutschland Foto: picture alliance/dpa

Das Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas ist aus Sicht des israelischen Botschafters in Deutschland, Ron Prosor, ein »notwendiger Pakt mit dem Teufel«.

Unter den 90 palästinensischen Gefangenen, die im Austausch für drei Geiseln entlassen wurden, seien »Mörder mit Blut an den Händen«, die nach ihrer Freilassung wieder morden würden, sagte Prosor am Montag im ZDF-Morgenmagazin.

Lesen Sie auch

Dennoch sei das Abkommen »ein guter Anfang« und ein wichtiger Schritt, um die israelischen Kriegsziele zu erreichen, erklärte der Botschafter. Er hoffe, dass der nächste Schritt ein Neuaufbau des Gaza-Streifens sei, dafür müssten aber die Hamas und deren militärische Infrastruktur beseitigt werden.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Allerdings warnte Prosor, dass von palästinensischer Seite derzeit wenig auf eine friedliche Zusammenarbeit in Zukunft hindeute. Mit Palästinensern, die die Zwei-Staaten-Lösung nicht akzeptierten, »können wir nicht ins Gespräch kommen«, so Prosor.

Die Zerschlagung der militärischen Infrastruktur der Hamas sei notwendig, um die Sicherheit Israels zu sichern, sagte Prosor. kna/ja

Terrorismus

In diesem Land gibt es keinen Platz für Islamisten. Sie sollten konsequent abgeschoben werden

Eine Klarstellung

von Jessie Katz  05.07.2026

Kommentar

250 Gründe, die USA zu lieben

Am 4. Juli 1776 wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Eine etwas andere Liebeserklärung

von Imanuel Marcus  04.07.2026

Parteien

AfD-Chefin Alice Weidel äußert sich zu möglichen Koalitionen mit der CDU

Wie hält es die rechtsextreme Partei ihrerseits mit einer Annäherung an die Union?

 04.07.2026

Parteitag

AfD bestätigt Führungsduo – Chrupalla verliert an Rückhalt

Die AfD hat ihr Spitzenduo Weidel-Chrupalla wiedergewählt. Chrupalla muss allerdings Federn lassen. In der zweiten Reihe gibt es neue Gesichter

von Anne-Beatrice Clasmann  04.07.2026

Essay

Die Sprache der AfD

Gewalt, NS-Bezüge und Antisemitismus: Wie die rechtsextreme Partei auch rhetorisch die Grenzen verschiebt. Eine linguistische Analyse

von Deborah Kämper  04.07.2026

Thüringen

Mehr als 30.000 Menschen protestieren gegen AfD-Parteitag

Trotz Blockaden bleibt die Stimmung meist friedlich – doch es gibt auch Zwischenfälle mit Pyrotechnik und Flaschenwürfen

von Simone Rothe  04.07.2026

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026

Lettland

Deutsche Städte gedenken der nach Riga deportierten Juden

1941/42 wurden mehr als 25.000 Juden aus Deutschland und Österreich zur Vernichtung in die lettische Hauptstadt deportiert. Daran gedachten nun Vertreter aus 30 deutschen Städten

 03.07.2026

Karlsruhe

Waffen für Hamas? Verdächtiger nach Deutschland überstellt

Seit Monaten geht die Bundesanwaltschaft gegen mutmaßliche Hamas-Anhänger vor, die Waffen für die Organisation geschmuggelt haben soll. Ein weiterer Beschuldigter ist jetzt in deutscher U-Haft

 03.07.2026