Berlin

Ron Prosor rechnet mit Amnesty International ab

Ron Prosor, Israels Botschafter in der Bundesrepublik Foto: picture alliance / photothek.de

Der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Ron Prosor, hat die Organisation Amnesty International scharf kritisiert. Hintergrund ist ihr gestern veröffentlichter Bericht, den selbst das israelische Amnesty-Büro zurückweist. Darin werden Israel Völkermord und Apartheid vorgeworfen, eine bei Antisemiten beliebte Unterstellung.

»Amnesty International dämonisiert systematisch die Bemühungen Israels, die Zivilbevölkerung Gazas zu schützen, indem es Narrative und Zahlen der Hamas verbreitet«, schrieb Prosor auf der Plattform X.

Der Botschafter wies darauf hin, dass die zuständige israelische Behörde COGAT bisher 1,1 Millionen Tonnen an humanitärer Hilfe für die Menschen in Gaza abgefertigt habe, während Israel weiter gegen die Hamas und andere palästinensische Terrororganisationen ankämpfe. »Die Hilfsgüter kommen großflächig über mehrere Landübergänge von Norden nach Süden in den Gazastreifen.«

Lesen Sie auch

Die Hamas, die Israel erklärtermaßen vernichten will, begann den aktuellen Krieg mit ihren Massakern im Süden Israels am 7. Oktober 2023 und kündigte seither weitere Attacken dieser Art an.

»Hamas missbraucht die Zivilbevölkerung Gazas bewusst zum eigenen Schutz. Israel errichtet derweil sichere Zonen und gibt Evakuierungsanweisungen, um Zivilisten zu schützen«, so Prosor. »Das geht weit über das hinaus, was Konfliktparteien in früheren Kriegen unternommen haben.«

Derweil hätten die von den Hamas-Terroristen in Gaza festgehaltenen israelischen Geiseln nicht einen einzigen Besuch des Internationalen Roten Kreuzes bekommen, schrieb der Diplomat.

»Wir halten fest: Bewusst versorgt Israel die Zivilbevölkerung im Gazastreifen systematisch, institutionell und großflächig mit humanitärer Hilfe – ganz im Gegensatz zu Behauptungen, die Amnesty in seinem schändlichen Bericht erhebt«, so Prosor auf X.

Straße von Hormus

US-Marine soll jeden Minenleger versenken

Der amerikanische Präsident Donald Trump verschärft seinen Kurs gegen den Iran

 23.04.2026

Berlin

Bundesregierung sieht Chance bei Verhandlungen zwischen USA und Iran

Kehren die Washington und Teheran zurück an den Verhandlungstisch? Die Bundesregierung sieht in Verhandlungen eine Chance für den Frieden

 23.04.2026

Parteien

Streit um Israel: Linke auf der Sandbank?

Die Linke ringt weiter über ihre Haltung zu Israel und zum Nahostkonflikt. Der Parteivorstand will mit einem Leitantrag für den Parteitag in Postdam im Juni den Streit befrieden. Doch auch eine Personalie sorgt für Diskussionen

von Michael Thaidigsmann  23.04.2026

Zukünftige Führung

Schah-Sohn Reza Pahlavi wirbt in Berlin für härteren Kurs gegen Mullahs

Reza Pahlavi sieht keine Reformer in der iranischen Führung und wirbt für einen politischen Wandel. Vor seinem Auftritt wurde er mit Tomaten beworfen

 23.04.2026 Aktualisiert

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Arlington (Virginia)

Pentagon warnt: Räumung von Minen in Straße von Hormus könnte ein halbes Jahr dauern

Der Streitkräfteausschusses im Repräsentantenhaus wird darüber informiert, dass Teheran mindestens 20 Minen in und um der wichtigen Meerenge platziert haben soll

 23.04.2026

China

Viraler Judenhass in China

Im Zuge des Iran-Kriegs nimmt der Antisemitismus im Diskurs der asiatischen Großmacht dramatisch zu. Eine Analyse

von Sven Benentreu  23.04.2026

Magdeburg

Landtag setzt mit Staatsvertrag Zeichen gegen Antisemitismus

Am 12. Dezember 2025 hatten das Land und die jüdischen Gemeinden Sachsen-Anhalt den geänderten Staatsvertrag unterzeichnet. Am Mittwochabend hat der Landtag den Vertrag beschlossen

 23.04.2026

Houston

Jüdisches Gemeindezentrum nach Drohungen geschlossen

Betroffen ist auch die Shlenker School, eine zur Gemeinde gehörende Gesamtschule. Das FBI und die Polizei ermitteln

 23.04.2026