Antisemitismusbekämpfung

»Richtiger Schritt in richtige Richtung«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Marco Limberg / Zentralrat der Juden in Deutschland

Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt den Gesetzentwurf »Zur Bekämpfung des Antisemitismus in der Ukraine«, den das Parlament in Kiew kürzlich in erster Lesung angenommen hat.

»Ein großes europäisches Land und seine politischen Vertreter stellen sich somit bewusst diesem massiven gesellschaftlichen Problem und verschließen keineswegs die Augen vor antisemitischen Erscheinungen in der Ukraine. Das ist ein richtiger Schritt in eine richtige Richtung«, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster.

signal Viele Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft hierzulande stammen aus der Ukraine, haben dort Verwandtschaft oder besitzen nach wie vor die ukrainische Staatsbürgerschaft, betonte Schuster. Auch für sie und somit für die Weiterentwicklung der jüdischen Gemeinden Deutschlands sei das Gesetz ein wichtiges Signal.

»Ein gesamteuropäischer Diskurs über das Verständnis von Antisemitismus und vor allem über seine systematische und koordinierte juristische und gesellschaftliche Bekämpfung muss unbedingt weitergeführt werden«, so der Zentralratspräsident. ja

Tel Aviv

Ehemaliger Obama-Stabschef fordert Neuausrichtung der Beziehungen zu Israel

Der jüdische Demokrat Rahm Emanuel sagt, der Umgang zwischen beiden Staaten müsse sich ändern. Dann könne auch ein pro-israelischer Kandidat ins Weiße Haus einziehen. Kritik an Benjamin Netanjahu übt er ebenfalls

 09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026

Genf

Bericht: UNESCO ehrte tote Terroristen als »Journalisten« – und korrigierte sich nie

Die UN-Unterorganisation soll die Fakten nie richtiggestellt haben, obwohl die Hamas und die Gruppe Islamischer Dschihad die Mitgliedschaften teils selbst öffentlich gemacht hatten

 09.07.2026

Nahost

USA weiten Angriffe auf Iran aus

US-Präsident Trump: »Das ist eigentlich kein Krieg.« Es gehe vielmehr um die »Entnuklearisierung des Iran«

 09.07.2026

Prozess

Mutmaßlicher Block-Entführer wollte wie James Bond sein

Er war Model und Fitnesstrainer, da erhielt er ein Angebot, von dem er sich geehrt fühlte: Er solle zwei Kinder der Familie Block retten, berichtet ein Zeuge. Seine Geschichte klingt wie ein Thriller

von Stephanie Lettgen  08.07.2026

Tel Aviv/Neapel

Israelische Touristin storniert Hotel in Italien nach BDS-Nachricht

Das Hotel Decumani Hotel De Charme verschickt E-Mails, in der es heißt, es unterstütze die Kampagne ›No Room for Genocide‹ der antisemitischen BDS-Kampagne

 08.07.2026

Krieg

Trump kündigt weitere Angriffe auf Iran an

In der Nacht zum Mittwoch hat das US-Militär Ziele im Iran bombardiert. Nach Aussage von US-Präsident Trump könnten weitere Angriffe folgen

 08.07.2026

Einspruch

Die Hitze spüren

Mascha Malburg empfindet die jüngsten Temperaturrekorde als Mahnung, die Schöpfung zu bewahren

von Mascha Malburg  08.07.2026

Meinung

Das Wiener Lueger-Denkmal muss weg!

Die Performance des jüdischen Künstlers Alon Ishay hat eine neue Debatte über den Umgang der österreichischen Hauptstadt mit ihrer antisemitischen Geschichte angestoßen

von Tobias Kühn  08.07.2026