EILMELDUNG! Medienbericht: Iran soll Ermordung von Josef Schuster und Volker Beck geplant haben

Meinung

Respekt hilft gegen Pflegenotstand

Rabbiner Andrew Aryeh Steiman Foto: Marco Limberg

Eine jüngst veröffentlichte Studie hat ergeben: Je respektvoller der Umgang mit Alten, desto höher die Lebensqualität insgesamt. Es wurde eine erstaunliche Korrelation zwischen gezolltem Respekt und Gesundheit festgestellt – gerade im Alter. In Deutschland wird, das zeigt die Studie auch, im internationalen Vergleich den älteren Menschen wenig Respekt entgegengebracht.

Dabei ließe sich der viel beklagte Pflegenotstand sofort und ohne jeden finanziellen Aufwand spürbar lindern, wenn wir bloß respektvoller mit der älteren Generation umgingen. Ginge es nach der Tora, würde es zum Pflegenotstand gar nicht erst kommen. Die vielen Mizwot, die Respekt vor dem Alter fordern, wirken sich auf die Lebensqualität aller aus.

gespräch Gerade im jüdischen Kontext zeigt sich, wie wertvoll das Gespräch mit der Generation ist, die über ein schweres Schicksal berichten kann. Die Generationen brauchen einander. Der intergenerationelle Austausch ist die Grundlage jeder Tradition.

In westlichen Kulturen erleben wir gerade, wie sich diese einfache Weisheit zunehmend auflöst. Jugendwahn scheint die Antwort zu sein auf eine zunehmend älter werdende Gesellschaft, die bereits in dem Wort »Überalterung« alles andere als Wertschätzung für das Alter zum Ausdruck bringt – nicht zuletzt für sich selbst.

weisheit Auch viele Gemeinden klagen, sie seien »überaltert«. Gewiss, die Jungen fehlen. Hier und da macht sich dann ein Gefühl der Minderwertigkeit breit. Den Wert einer Gemeinde am Durchschnittsalter der Mitglieder zu bemessen, ist aber alles andere als weise.

In der Tora wird der Begriff für »Weisheit« synonym mit »Alter« (sakejn) verwendet. Mehr noch: Die Tora betrachtet Alter als Segen und Tugend. Das hat mit zunehmender Erfahrung und nicht mit abnehmender Spannkraft zu tun. Nur im Alter können diese gegenläufigen Entwicklungen sich ergänzen und zur Lebensqualität aller beitragen. Und zwar ganz einfach: Man muss es nur wollen.

Der Autor ist Rabbiner der Budge-Stiftung in Frankfurt/Main.

Hamburg

Teheraner Regime soll Ermordung von Josef Schuster geplant haben

Das iranische Mord-Komplott richtete sich auch gegen den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck

 21.05.2026 Aktualisiert

Berlin

Zentralrat startet Initiative gegen Antisemitismus im Fußball

Slogans wie »Aus Liebe zum Spiel. Gegen Antisemitismus« sowie »Mitfiebern. Gegen Antisemitismus« sollen zum DFB-Pokalfinale auf digitalen Werbetafeln zu sehen sein

 21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Nahost

Strategische Oberhand

War der Krieg gegen das iranische Regime ein Fehlschlag? Eine Analyse

von Michael Wolffsohn  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Kiel

Staatsschutz ermittelt zu antisemitischen Plakaten

Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen einer Aufforderung zu Straftaten nach Paragraf 111 Strafgesetzbuch eingeleitet worden, sagt die Polizei

 21.05.2026

New York

Nach Angriff auf israelisches Restaurant in München: Anklage in USA

Der Angeklagte soll als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung agiert haben

 21.05.2026

Meinung

Das entspricht nicht der Essenz unseres Landes!

Man muss keine Sympathie für die Aktivisten der Gaza-Flotille haben, um die Art abzulehnen, wie Itamar Ben-Gvir mit ihnen umgegangen ist. Der Minister hat dem Ansehen Israels geschadet

von Sarah Cohen-Fantl  21.05.2026

Washington D.C.

US-Justizministerium gründet Beratungsgremium gegen Judenhass

Der amtierende Justizminister Todd Blanche: »Präsident Trump hat die Bekämpfung des Antisemitismus zu einer obersten Priorität dieser Regierung gemacht.«

 21.05.2026