Berlin

Regierung plant Maßnahmenkatalog gegen Rechtsextremismus

Filiz Polat, Sprecherin der Grünen für Migrations- und Integrationspolitik Foto: imago images/Christian Spicker

Das Bundeskabinett will bis Oktober einen konkreten Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland vorlegen.

Das geht am Donnerstag aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Dazu würden auch Vertreter der Zivilgesellschaft, insbesondere der Migrantenorganisationen und der Wissenschaft angehört.

handlungsbedarf Die Sprecherin der Grünen für Migrations- und Integrationspolitik, Filiz Polat, erklärte dazu, die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung gegen Rassismus seien ungenügend. Die Regierung sehe weder Handlungsbedarf bei Racial Profiling noch konkrete Anhaltspunkte dafür, dass institutionelle Abläufe in den Bundesministerien und -behörden diskriminierend seien oder wirkten.

Sie warf der Bundesregierung vor, dass es keine zusammenhängende Strategie gegen Rassismus gebe. Sich nach jahrelanger Untätigkeit jetzt für ein weiteres Jahr hinter dem Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus zu verstecken, sei ein Offenbarungseid, so Polat.

Die Vereinten Nationen hatten sich im Aktionsprogramm der Weltkonferenz gegen Rassismus im Jahr 2001 in Durban (Südafrika) verpflichtet, in Konsultation mit nationalen Menschenrechtsinstitutionen, Institutionen zur Bekämpfung von Rassismus und der Zivilgesellschaft nationale Aktionspläne gegen Rassismus auszuarbeiten.

antisemitismus Um dieser Verpflichtung nachzukommen, hat Deutschland im Jahr 2008 der Hochkommissarin für Menschenrechte den ersten »Nationalen Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz« übermittelt.

Vor drei Jahren beschloss die Bundesregierung den neuen »Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus – Positionen und Maßnahmen zum Umgang mit Ideologien der Ungleichwertigkeit und den darauf bezogenen Diskriminierungen«. Die Weiterentwicklung des Aktionsplans ist im Koalitionsvertrag vorgesehen. kna

Berlin

CDU will Grünen und SPD Sondierungsgespräche anbieten

Nach einem Bericht über Sorgen der Berliner linken Wahlsiegerin Eralp um die Sicherheit ihrer Familie sorgt sich die CDU um die Sicherheit der Stadt. Welche Alternative sie zu Rot-Grün-Rot sieht

 29.10.2026

Berlin

Zentralrat warnt vor Linken-Regierungsbeteiligung in Berlin

»Die Ohnmacht der Parteiführung und die Angst, die Frau Eralp persönlich zu verspüren scheint, schockieren mich – aber sie überraschen mich nicht«, sagt Zentralratspräsident Josef Schuster

 29.10.2026

Meinung

Elif Eralp und die Angst

Die Linken-Politikerin traut sich nicht, Terrorsympathisanten beim Namen zu nennen. Wer nicht einmal die Israelfeinde in den eigenen Reihen bekämpfen kann, kann auch keine Stadt regieren

 29.10.2026

»Social Media«

Hasskampagne von Influencern gegen Bildungsstätte Anne Frank

Die Bildungsstätte Anne Frank klärt über Antisemitismus und Extremismus auf Social Media auf. Nun erlebt sie eine Hasskampagne von Fitness- und Ernährungs-Influencern

 29.10.2026

Auszeichnung

Shimon-Peres-Preis für deutsch-israelische Projekte

Für einen Dialog in Krisenzeiten werden jetzt zwei deutsch-israelische Projekte ausgezeichnet. Der Preis erinnert an den Friedensnobelpreisträger und israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres

 29.10.2026

Debatte

Nach der »Spiegel«-Enthüllung: Jetzt spricht Elif Eralp

Die wichtigsten Statements der Linkspartei-Spitzenkandidatin im Überblick

 29.10.2026 Aktualisiert

New York

NYPD stoppt Direktvergabe an israelischen Überwachungstechnik-Hersteller

Linke Politiker und Aktivisten aus dem Umfeld von Bürgermeister Zohran Mamdani hatten den geplanten Kauf eines Ortungssystems kritisiert

 29.10.2026

Straßburg/Prag

Europarat warnt vor zunehmendem Antisemitismus in Tschechien

Sowohl die Zahl als auch die Schwere der Judenhass-Vorfälle nimmt zu

 29.10.2026

Berlin

Wie sich Elif Eralp von Terrorunterstützern mundtot machen lässt

Das Nachrichtenmagazin »Spiegel« hat brisante Hintergründe zur Spitzenkandidatin der Linkspartei veröffentlicht

 29.10.2026 Aktualisiert