Meinung

Raketen aufs Ruhrgebiet

Terror droht. Der Bundesinnenminister hat es gesagt, und wem die Anschläge gelten, ist bekannt: der gesellschaftlichen Ordnung, in der alle Menschen selbstbestimmt und friedlich zusammenleben. Doch hierzulande geht Terrorbekämpfung viel zu oft mit einer Einschränkung der Grundrechte einher. Dass das nicht, wie oft behauptet, unausweichlich ist, zeigt ein Blick in den Nahen Osten: Der Staat Israel ist seit mehr als 60 Jahren kriegerischer und terroristischer Bedrohung ausgesetzt und hat – trotz anderslautender Gerüchte – seinen demokratischen Charakter nie verloren. Vielleicht hilft folgendes Szenario zu verstehen, warum das kleine Land – gerade, wenn die Gefahr von Angriffen zunimmt – für die Bundesrepublik ein Vorbild sein sollte: In einem Territorium wie dem Ruhrgebiet mit seinen fünf bis sechs Millionen Einwohnern kommt es in Bussen oder Cafés immer wieder zu Selbstmordattentaten. Zudem fliegen aus den benachbarten Niederlanden ständig Raketen in die dicht besiedelten Wohngebiete. Wie stünde es dann wohl um die demokratische Kultur und die Grundrechte hierzulande? Vermutlich ziemlich schlecht. Da sollten wir uns lieber ein Beispiel an Israel nehmen: Dem Terror trotzt man am besten mit gelassener Aufmerksamkeit.

Meinung

Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein

Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben

von Vladimir Vertlib  29.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich klar und deutlich als solche benannt werden

von Ali Ertan Toprak  29.07.2026

Thüringen

Entschuldigung nach Hass-Kommentar eines Leinefelder Gastwirts abgelehnt

Das Auschwitz-Komitee wirft dem Gastronomen vor, Menschen mit dem Tod bedroht und die Verbrechen des Nationalsozialismus verherrlicht zu haben.

 29.07.2026

Toronto

Solidarität nach Angriffen: Lange Schlangen vor jüdischen Bagel-Läden

Nach Angriffen auf zwei Filialen der jüdischen Bäckereikette Kiva’s Bagel Bar kaufen Bewohner dort ein. Zeitgleich feuerte ein Unbekannter Schüsse auf das US-Konsulat ab

 29.07.2026

Nahost

Iran greift US-Stützpunkt in Jordanien an – Washington reagiert mit Luftschlägen im Irak

Es ist der erste Raketenangriff des Iran auf einen US-Stützpunkt, seit Präsident Donald Trump die amerikanischen Angriffe auf iranische Ziele vor wenigen Tagen ausgesetzt hatte

 29.07.2026

Berlin

Klein: Sympathie-Bekundung für Terrororganisationen strafbar machen

Nach dem Anschlag durch einen IS-Anhänger fordert der scheidende Antisemitismusbeauftragte Gesetzesänderungen

 29.07.2026

Berlin

CSD-Anschlag: Innensenatorin und Polizei beantworten Fragen

Nach dem Angriff gibt es noch viele Unklarheiten. Der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses kommt daher zusammen. Außerdem rückt das Thema Prävention in den Fokus

 29.07.2026 Aktualisiert

Berlin

Prien stellt mehr Geld gegen Radikalisierung in Aussicht

Nach dem CSD-Anschlag sagt die Familienministerin, queere Menschen seien in Teilen des Landes besonders unter Druck und könnte Solidarität erwarten

 29.07.2026

Judenhass

Antisemitismus weltweit auf Höchststand

Die Untersuchung erfasst die sieben Länder mit den größten jüdischen Bevölkerungen außerhalb Israels, darunter Deutschland

 29.07.2026