Meinung

Raketen aufs Ruhrgebiet

Terror droht. Der Bundesinnenminister hat es gesagt, und wem die Anschläge gelten, ist bekannt: der gesellschaftlichen Ordnung, in der alle Menschen selbstbestimmt und friedlich zusammenleben. Doch hierzulande geht Terrorbekämpfung viel zu oft mit einer Einschränkung der Grundrechte einher. Dass das nicht, wie oft behauptet, unausweichlich ist, zeigt ein Blick in den Nahen Osten: Der Staat Israel ist seit mehr als 60 Jahren kriegerischer und terroristischer Bedrohung ausgesetzt und hat – trotz anderslautender Gerüchte – seinen demokratischen Charakter nie verloren. Vielleicht hilft folgendes Szenario zu verstehen, warum das kleine Land – gerade, wenn die Gefahr von Angriffen zunimmt – für die Bundesrepublik ein Vorbild sein sollte: In einem Territorium wie dem Ruhrgebiet mit seinen fünf bis sechs Millionen Einwohnern kommt es in Bussen oder Cafés immer wieder zu Selbstmordattentaten. Zudem fliegen aus den benachbarten Niederlanden ständig Raketen in die dicht besiedelten Wohngebiete. Wie stünde es dann wohl um die demokratische Kultur und die Grundrechte hierzulande? Vermutlich ziemlich schlecht. Da sollten wir uns lieber ein Beispiel an Israel nehmen: Dem Terror trotzt man am besten mit gelassener Aufmerksamkeit.

Diplomatie

Lebendiges Netzwerk

30.000 Euro für die deutsch-israelische Zusammenarbeit: Botschafter Ron Prosor zeichnet vier wegweisende Initiativen aus

 03.06.2026

Meinung

Digitale Gewalt: Gutes Gesetz mit Hürden

Die Bundesregierung plant ein Gesetz gegen Hass und Hetze im Internet. Damit es wirken kann, sollte aber von Anfang an die Finanzierung von Anlaufstellen für Betroffene mitgedacht werden

von Pawel Erenburg  03.06.2026

Iran

Im Visier

Die Mordpläne gegen Josef Schuster und Volker Beck sind Teil einer seit Jahren anhaltenden Terrorkampagne des Mullah-Regimes in Europa. Ihr Ziel: Juden und Gegner Teherans sollen sich nirgends sicher fühlen

von Peter R. Neumann  03.06.2026

Krieg gegen Iran

Mindestens 63 Verletzte bei iranischem Angriff auf Flughafen von Kuwait

Verlorene Gliedmaßen, Hirnblutungen, Knochenbrüche: Das Gesundheitsministerium in Kuwait meldet schwerste Verletzungen nach dem jüngsten Angriff. Mindestens ein Mensch überlebt die Attacke nicht

 03.06.2026

Düsseldorf

Antisemitische Vorfälle in NRW erreichen neuen Höchststand

»Jüdinnen und Juden erleben in unserem Land immer häufiger Hass, Bedrohungen und Ausgrenzung«, sagt Familien- und Integrationsministerin Verena Schäffer

 03.06.2026

Augsburg

15-Jähriger soll Anschlag auf Synagoge geplant haben

Nach einer Explosion mit Verletzten sitzt ein Jugendlicher in U-Haft. Sein Verteidiger betont: Dass er fest entschlossen war, einen Anschlag zu verüben, sei nicht zu erkennen

 03.06.2026

Berlin/Lam

Zentralrat: Antisemitismus-Vorfall in Hotel rechtlich prüfen

Eine Hotel-Antwort sorgt für Entsetzen: »Keine Juden erlaubt«. Was der Zentralrat der Juden jetzt fordert – und was er zur Entschuldigung des Hotels sagt

 03.06.2026

Deutschland

Deutlich mehr Einbürgerungen von NS-Verfolgten und Nachfahren

Rund 12.000 Menschen machten 2025 von der sogenannten Wiedergutmachungseinbürgerung Gebrauch, auf die NS-Verfolgte und deren Nachfahren ein Recht haben. Insbesondere Menschen aus Israel und den USA nahmen darüber die deutsche Staatsbürgerschaft an

 03.06.2026

New Jersey

Kandidat mit Terror-Kontakten? Demokraten nominieren Adam Hamawy

Aufsehen erregt seine frühere Beziehung zu dem als »Blinder Scheich« bekannten Omar Abdel-Rahman, dessen Anhänger 1993 einen Anschlag auf das World Trade Center verübten

 03.06.2026