Diplomatie

Putin gratuliert Netanjahu zu Wahlsieg und Regierungsbildung

Wladimir Putin und Benjamin Netanjahu (Archiv) Foto: dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Israels designierten Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu angerufen und ihm zum Wahlsieg und zur Regierungsbildung gratuliert. Netanjahus Büro teilte am Donnerstag mit, die beiden Politiker hätten über weitere Themen gesprochen, vor allem den Ukraine-Krieg.

Netanjahu habe dabei die Hoffnung geäußert, dass man einen Weg zur raschen Beendigung des Kriegs und des durch ihn verursachten Leids finden könne. Er habe Putin außerdem gesagt, dass er entschlossen sei, den Iran an einer nuklearen Aufrüstung und Verfestigung seiner militärischen Präsenz an Israels Nordgrenze zu hindern. 

Während seiner früheren Amtszeiten galt das Verhältnis Netanjahus zu Putin als eng. Der israelische Langzeit-Ministerpräsident besuchte Moskau häufig und zeigte sich 2019 sogar auf einem Wahlplakat gemeinsam mit dem Kremlchef unter der Überschrift: »Netanjahu - eine andere Liga.«

Sieben Wochen nach seinem Wahlsieg am 1. November ist Netanjahu die Bildung einer rechts-religiösen Regierung gelungen. Nach seiner Rückkehr nach anderthalb Jahren in der Opposition strebt er nun eine rasche Vereidigung seiner Regierung an. Es ist die am weitesten rechts stehende Regierung, die Israel je hatte. dpa

Debatte

Wehret den Anfängen gilt nicht nur rechts, sondern auch links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU/CSU

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Berlin

Gericht erlaubt Extremismus-Einstufung von »Jüdischer Stimme« wieder

Das Berliner Verwaltungsgericht hatte eine Extremismus-Einstufung des Vereins »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« zunächst gestoppt. Das Oberverwaltungsgericht sieht es aber anders

 22.09.2026

Berlin

Petra Pau kritisiert Ferat Koçak nach Kontakt zum Remmo-Clan

»Ich kann nicht mehr an Naivität glauben«, sagt die frühere Bundestagsvizepräsidentin

 22.09.2026 Aktualisiert

Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen)

Berlin

Özdemir: Linke muss Antisemiten notfalls rauswerfen

Nach der Abgeordnetenhauswahl können die Grünen sowohl mit SPD und Linken als auch mit SPD und CDU koalieren. Der einzige grüne Chef einer Landesregierung hat einen klaren Rat für seine Parteifreunde

 22.09.2026

Frankfurt

Vorsitzender der jüdischen Gemeinden in Hessen legt Amt bei HR nieder

Der Streit über die Höhe der Entschädigung für enteignete jüdische Grundstücke in Frankfurt am Main zieht Kreise: Daniel Neumann legt sein Aufsichtsratsmandat bei einer HR-Tochter nieder

 22.09.2026

New York

Trump: Mamdani hat Potenzial zu großartigem Bürgermeister

Politisch liegen Welten zwischen New Yorks Bürgermeister und dem US-Präsident. Doch auch nach ihrem dritten Treffen äußern sich beide erstaunlich versöhnlich

 22.09.2026

Berlin

Sergey Lagodinsky: Linke muss Antisemiten ausschließen

Die Debatte um Judenhass in der Linkspartei ebbt nicht ab. Der Grünen-Europaabgeordnete fordert nun konkrete Konsequenzen von der Parteiführung

 22.09.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr sicher

Vor allem seit dem Überfall der Hamas auf Israel und dem Beginn des Gaza-Krieges kommt es in Berlin immer wieder zu Attacken auf Juden. Der Bundeskanzler erteilt jeglichem Antisemitismus eine klare Absage

 22.09.2026

Berlin

Igor Levit kritisiert Merz: Weiter-so in hübscher Verpackung

Merz’ Art der Kommunikation des CDU-Politikers wirke »losgelöst«, so der Pianist

 22.09.2026