Lüneburg

Prozess gegen Holocaust-Leugner ausgesetzt

Lüneburger Landgericht Foto: dpa

Erneut ist ein Prozess gegen einen Holocaust-Leugner ausgesetzt worden. Der 80-Jährige sei zwar am Montag vor dem Lüneburger Landgericht zur Verhandlung erschienen, sagte ein Gerichtssprecher dem Nachrichtendienst epd.

Gleich zu Beginn der Verhandlung habe sein Verteidiger aber eine Aussetzung beantragt, da der Mann gesundheitlich stark angeschlagen sei. Im kommenden Jahr soll es einen neuen Termin für die Verhandlung geben.

Berufung Der 80-Jährige war zuvor vom Lüneburger Amtsgericht wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legte er Berufung ein. Den Angaben zufolge hatte er zum Auftakt des Prozesses gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning im Jahr 2015 versucht, Flugblätter mit volksverhetzendem Inhalt zu verteilen.

Im November wurde ebenfalls ein Prozess gegen einen 81-jährigen Holocaust-Leugner in Verden ausgesetzt. Der Pflichtverteidiger hatte nach einem Eklat während der Verhandlung den Saal verlassen. Wenige Tage zuvor war dort die mehrfach vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. epd

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

Terrorismus

Irans neue Front

Die Auftraggeber der aktuellen Anschlagsserie auf jüdische und amerikanische Einrichtungen in Europa sitzen offenbar in Teheran

von Michael Thaidigsman  29.04.2026

Debatte

Verfassungsschutz-Chef: Nicht jede radikale Kunst ist extremistisch

Seit dem Ausschluss dreier Buchläden für den Buchhandlungspreis wird über die Rolle des Verfassungsschutzes in der Kultur diskutiert. Der Thüringer Verfassungsschützer Kramer sieht den Schutz der Kunstfreiheit als Aufgabe

 29.04.2026

Debatte

Prien: Zu viele Mittel sind in die Förderung von linken Projekten geflossen

Mit ihrer Ankündigung, das Programm »Demokratie leben« zu reformieren, hat Ministerin Prien für viel Verunsicherung gesorgt. Überrascht hat sie das nicht. Ihr sei klar gewesen, damit »in ein Wespennest zu stechen«

 29.04.2026

Berlin

Jüdischer Verein meldet antisemitischen Angriff auf Mitarbeiter

Das Opfer entdeckt ein rotes Dreieck an der Klingelanlage seines Wohnhauses. Sein Klingelknopf ist ebenfalls rot markiert

 29.04.2026

Freiburg

Antisemitischer Angriff auf koscheren Food Truck

Das Fahrzeug wurde mit Farbsprays besprüht. Außerdem klebten die Täter palästinensische Terrorsymbole auf den Bus

 29.04.2026

Potsdam

Andreas Büttner erschüttert über Ermittlungsergebnis

Bei dem Anschlag am frühen Morgen des 4. Januar wurde ein Nebengebäude auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten in Templin in Brand gesetzt

 29.04.2026

Jom Haazmaut

Leipzig feiert den 78. Unabhängigkeitstag Israels

Botschafter Ron Prosor spricht von »Optimismus, Lebensfreude und Tatendrang«

von Detlef David Kauschke  29.04.2026

Berlin

Finanzsenator übernimmt Amt von Sarah Wedl-Wilson

Stefan Evers soll die Leitung der Kulturverwaltung mit übernehmen - zumindest für die nächsten fünf Monate

 29.04.2026