Hamas

Proteste gegen Judenhasser-Konferenz in Berlin

Demonstrations-Teilnehmer in Berlin verbrennen eine selbst gemalte Fahne mit Davidstern (Dezember 2017). Foto: dpa

Extremistische palästinensische Gruppen wollen am Samstag in Berlin-Moabit eine Konferenz mit dem Titel »Die Palästinenser in Europa und UNRWA« veranstalten. Dazu werden Hunderte Teilnehmer erwartet.

Organisatoren sind unter anderem das Palestinian Return Center (PRC) und der Verein Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland (PGD). Beide werden vom Verfassungsschutz beobachtet und der Terrororganisation Hamas zugeordnet, deren Ziel es ist, Israel und Juden zu vernichten.

Verfassungsschutz Das in London sitzende Palestinian Return Center organisiert jedes Jahr in einer anderen Stadt seine »Konferenz der Palästinenser in Europa«. Im Berliner Verfassungsschutzbericht von 2018 heißt es dazu: »Die seit 2003 jährlich in unterschiedlichen europäischen Ländern stattfindende Konferenz gilt als wichtigste Propagandaveranstaltung der Hamas in Europa. Sie wird u. a. organisiert vom ›Palestine Return Centre‹ (PRC), das als zentrale Propagandaorganisation der Hamas in Europa gilt.«

Laut Verfassungsschutzbericht 2016 besteht auch der andere Veranstalter, die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland, vorwiegend aus Hamas-Anhängern. Die PGD wird vom Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen beobachtet.

In Berlin fand die »Konferenz der Palästinenser in Europa« das letzte Mal im Jahr 2015 statt.

Hetze Zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen fordern den Berliner Senat nun auf, alle rechtlichen Mittel zu prüfen und auszuschöpfen, um Hamas-Veranstaltungen und -Demonstrationen in Berlin zu verhindern. Antisemitischer und israelfeindlicher Hetze müsse ein Riegel vorgeschoben werden, so der Appell.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Berliner Amadeu Antonio Stiftung, das American Jewish Committee, die European Union of Jewish Students, das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus sowie die frühere Staatsministerin Kerstin Müller (Bündnis 90/Die Grünen) und der Politiker Hakan Tas, der für die Partei DIE LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt. ja

Debatte

UN-Experten rügen Umgang mit Epstein-Akten

Der Fall Epstein setzt US-Behörden unter Druck: Teils wurden Namen von Opfern veröffentlicht, teils Ermittlungen unterlassen. Aus Sicht von UN-Sachverständigen steht die Glaubwürdigkeit von Regierungen auf dem Spiel

 16.02.2026

Karneval

Gegen Judenhass in de Bütt gestiegen - diesen Redner muss man lieben

Bei der Mainzer Fastnacht hält »Till« eine bemerkenswerte Rede über den wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Eine Wohltat für den sonst so schrecklich unpolitischen Karneval

von Martin Krauß  16.02.2026

Erfurt

Scharfe Kritik an Termin für AfD-Parteitag in Erfurt

Die AfD will ihren Bundesparteitag im Juli in Erfurt abhalten. Die Wahl des Termins ruft Kritiker auf den Plan. Genau 100 Jahre zuvor fand in Weimar ein NSDAP-Parteitag statt

 16.02.2026

Nahost

Analyse: Iran repariert Raketenanlagen schneller als Nuklearzentren

Während mehrere beschädigte Raketenstandorte offenbar zügig instand gesetzt wurden, kommen die Arbeiten an zentralen Nuklearanlagen deutlich langsamer voran

 16.02.2026

Paris

Epstein-Affäre: Durchsuchung nach Ermittlung gegen Jack Lang

Es geht um Verdacht auf Geldwäsche und Steuerbetrug. Wie tief ist Frankreichs Kultur-Ikone verstrickt?

 16.02.2026

Bosnien-Herzegowina

Jüdischer Protest gegen rechtsextrexmen Sänger Thompson

Vergangenes Jahr hatte der kroatische Sänger Thompson mit einem Megakonzert in Zagreb einen Zuschauerrekord gebrochen. Bekannt ist er für rechtsnationalistische Auftritte. Jetzt provoziert er erneut

von Markus Schönherr  16.02.2026

Madrid

Museum wirft israelische Besucherinnen raus

Drei ältere Touristinnen werden von Besuchern bepöbelt, weil sie Davidsterne und eine israelische Fahne tragen. Doch statt ihnen zu helfen, setzt das Museum sie vor die Tür

 16.02.2026

Diskussionsveranstaltung

Francesca Albanese soll in Berlin auftreten, Absage gefordert

Es könne nicht sein, dass die Senatsverwaltung für Kultur durch die Förderung des Veranstaltungsortes ermögliche, dass antisemitische Veranstaltungen durch Steuergelder finanziert würden, so die Organisation »Gegen jeden Antisemitismus«

von Imanuel Marcus  16.02.2026

Atomprogramm

Iran: Nächste Verhandlungsrunde mit den USA in Genf

US-Präsident Donald Trump fordert vom Teheraner Regime, sein Atomprogramm zu beenden. Doch die iranische Regierung ist nur zu Zugeständnissen bereit

 16.02.2026