USA

Pro-Terror-Demo im Gebäude der »New York Times«

Pro-Terror-Demonstranten vor dem Gebäude der »New York Times« Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Bei einer Protestkundgebung in New York haben sich »propalästinensische« Demonstranten Zutritt zum Gebäude der »New York Times« (NYT) verschafft. Wie die amerikanische Zeitung am Donnerstag (Ortszeit) berichtete, zog ein Protestzug mit Tausenden Teilnehmern in Richtung des Times Square in Manhattan. Dabei seien einige vor dem Wolkenkratzer stehengeblieben, in dem die Zeitung ihren Hauptsitz habe. Dutzende Personen seien in die Eingangshalle eingedrungen, hieß es.

Die Zeitung »New York Daily News« berichtete, etwa 30 Personen hätten in der Lobby der »New York Times« Augenzeugen zufolge Parolen skandiert. Demonstranten hätten ihre Gesichter im Gebäude mit Palästinensertüchern verhüllt. Das Sicherheitspersonal habe sie kurz gewähren lassen, über Festnahmen gab es zunächst keine Angaben.

Die Demonstranten hätten ein Café im selben Gebäude mit den Worten »Blut an euren Händen«, »Free Gaza« und »Free Palestine« besprüht. Bei einem Polizeiauto vor dem Hochhaus sei die Heckscheibe eingeschlagen worden, hieß es.

Pro- und antiisraelisch

Der Protest habe sich gegen die Berichterstattung der »New York Times« gerichtet, hieß es weiter. Die Demonstranten warfen demnach dem Blatt eine »proisraelische Tendenz« vor. Die »New York Times« wies Kritik an ihrer Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Hamas zurück. Sie habe »ausführlich und mit Fairness, Unparteilichkeit und einem umfassenden Verständnis für die Komplexität des Konflikts« berichtet, hieß es in einer Stellungnahme, die der »New York Daily News« vorlag.

»Wir unterstützen in vollem Umfang das Recht dieser Gruppe, ihren Standpunkt zu äußern, auch wenn wir mit ihrer Beschreibung unserer Berichterstattung nicht einverstanden sind«, so die NYT.

Den »New York Times« war andererseits zuvor auch eine antiisraelische Tendenz vorgehalten worden. dpa/ja

Erinnerungskultur

Bund fördert Projekte zu NS-Zeit und deutscher Teilung

Der Bund fördert in den kommenden Jahren neue Projekte in Gedenkstätten

 13.01.2026

Düsseldorf

Kunstakademie hält an Veranstaltung mit Terror-Sympathisantin fest

Das Jüdische Forum der CDU in NRW fordert die Streichung einer Veranstaltung mit Basma al-Sharif. Die Kunstakademie weist dies zurück und beruft sich auf die »international anerkannte künstlerische Arbeit« der Palästinenserin

von Imanuel Marcus  13.01.2026

Brüssel

Berlin drängt auf Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation

Ein Sprecher der Bundesregierung: »Wir sind für die Listung der Revolutionsgarden unter dem EU-Antiterror-Sanktionsregime.«

 13.01.2026

Kommentar

Iran-Politik: Zaudernde Zaungäste

In Brüssel heißt es, man beobachte die sich dramatisch zuspitzende Lage im Iran »aufmerksam«. Doch warum macht die EU ihren Einfluss auf das Mullah-Regime nicht geltend?

von Michael Thaidigsmann  13.01.2026

Bergen-Belsen

Bahn-Neubau: KZ-Gedenkstätte mahnt Abstand zu Gedenkort an

Die Bahn will voraussichtlich mit einem Neubau die Strecke zwischen Hamburg und Hannover ertüchtigen. An den Plänen gibt es auch Kritik. Die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen sieht einen historischen Erinnerungsort in Gefahr

von Karen Miether  13.01.2026

Berlin

Wedl-Wilson: Kampf gegen Antisemitismus dauert lange

Ein Untersuchungsausschuss zur Vergabe von Fördermitteln für Antisemitismusprojekte unter Wedl-Wilsons Vorgänger, Joe Chialo, wurde eingesetzt

 13.01.2026

Proteste im Iran

Merz rechnet mit baldigem Ende der iranischen Staatsführung

Kanzler Merz hat die Gewalt gegen friedliche Demonstranten im Iran bereits gestern mit scharfen Worten verurteilt. Jetzt geht er noch einen Schritt weiter

 13.01.2026

Konflikt mit Iran

Trump setzt auf Diplomatie, hält militärische Option aber offen

Der Präsident habe »nicht davor zurückgeschreckt, die tödliche Stärke des US-Militärs einzusetzen, wenn und falls er dies für notwendig hält«. Dies gelte auch weiterhin

 13.01.2026

Justiz

Melanie Müller und der Hitlergruß auf der Bühne: Das Landgericht Leipzig hat nun sein Urteil gesprochen

Die Schlagersängerin hatte bei einem Konzert in Leipzig mehrfach den Hitlergruß gezeigt

 12.01.2026