Dortmund

Polizei verhindert Demo

Foto: dpa

Nach einer Kundgebung von 70 Neonazis in der Nordstadt wollten Nazi-Gegner im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld am Samstag spontan gegen Antisemitismus auf die Straße gehen. Die Polizei untersagte jedoch die Demonstration und bestätigte dies auch gegenüber der Jüdischen Allgemeinen. Ein Grund: Es sei keine spontane Demonstration.

Anlass für eine Demonstration gegen Antisemitismus in Dorstfeld, wo zahlreiche Vertreter der Dortmunder Neonazi-Szene leben, gaben die Rechtsradikalen in den vergangenen Wochen reichlich: Im November wollte Dennis Giemsch, Vertreter der Partei »Die Rechte«, im Dortmunder Rat durch eine Anfrage erfahren, wo und wie viele Juden in Dortmund leben. Auf einer Demonstration der Partei im Dezember riefen ihre Anhänger Parolen wie »Anne Frank war essgestört!« und »Wer sitzt im Schrank? Anne Frank!«.

Mahnmal In der Nacht zum 1. Januar brannte ein Kranz vor dem Jüdischen Mahnmal im Stadtteil Dorstfeld. Die Polizei ermittelt auch in Richtung der Anhänger der Nazi-Partei, die Polizeibeamte bei ihrem Eintreffen mit Böllern bewarfen.

Auf der Kundgebung vom 3. Januar trugen die Nazis ein Transparent, das mit »Neue, sachliche und demokratische Aktivisten Partei« unterzeichnet war – abgekürzt NSDAP. Auch das war für die Dortmunder Polizei kein Grund, die Gegendemonstration zu genehmigen.

Die Kundgebung der Neonazis bildete den Abschluss einer Winterkampagne der Partei »Die Rechte« und war die fünfte Demonstration der Nazis in Dortmund innerhalb von 14 Tagen.

Militär

Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten

Bei einem Besuch in Israel vereinbaren Vertreter der Bundeswehr eine engere Kooperation mit Israels Armee. Deutschland will dabei auch etwas über die Integration von Frauen ins Militär lernen

 20.02.2026

Stuttgart

Merz schließt AfD als Option kategorisch aus

In Teilen der CDU liebäugeln manche damit, ob nicht doch auch die AfD ein Partner werden könnte. Der Parteichef zieht eine deutliche rote Linie

 20.02.2026

Berlin

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen

Die Bundesregierung warnt Deutsche im Iran erneut vor einer möglichen Eskalation. Noch gebe es Ausreisemöglichkeiten zu Lande und mit Flugzeugen

 20.02.2026

Düsseldorf

Jetzt auch Wirbel um Jobs bei AfD-Abgeordneten in NRW

Minijobs für eine 85-Jährige und die Frau eines Lokalpolitikers: Jetzt geraten auch AfD-Abgeordnete in NRW in die Vetternwirtschafts-Debatte

 20.02.2026

»Mit eigener Stimme«

Braunschweig zeigt Ausstellung zum 75. Jubiläum des Zentralrates der Juden

1950 in Frankfurt gegründet, steht die jüdische Dachorganisation seit mehr als 75 Jahren für jüdisches Leben in Deutschland. Das Städtische Museum widmet ihm nun eine bundesweit einzigartige Schau

 20.02.2026

London

Starmer verweigert US-Zugriff auf britische Stützpunkte für möglichen Iran-Angriff

Die Nutzung des strategisch wichtigen Stützpunkts Diego Garcia ist Teil der US-Pläne für einen möglichen Angriff. Dieser darf jedoch nur mit Zustimmung der britischen Regierung genutzt werden

 20.02.2026

Kampala

50 Jahre nach Operation in Entebbe: Uganda baut Statue für Joni Netanjahu

Der ungandische Verteidungsminister Muhoozi Kainerugaba kündigt das Vorhaben an. Der Bruder des heutigen Ministerpräsidenten Netanjahu fiel bei der »Operation Thunderbolt« 1976 in Entebbe

von Imanuel Marcus  20.02.2026

Andrews-Luftwaffenbasis

Zehn Tage bis zwei Wochen: Trump setzt Iran Frist

»Sie müssen ein Abkommen schließen. Wenn das nicht passiert, werden schlimme Dinge geschehen«, sagt der amerikanische Präsident

 20.02.2026

Washington D.C./Gaza

Trotz Milliardenzusage: Zweifel an Trumps Gaza-Friedensplan

Der US-Präsident hat Milliardenhilfen seines umstrittenen Friedensrats für Gaza angekündigt. Doch die Frage der Entwaffnung der Hamas bleibt ungelöst. Und die Terroristen haben eigene Forderungen

 20.02.2026