Nordrhein-Westfalen

Polizei erhöht Schutz für Synagogen

Polizeischutz vor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf Foto: imago

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen schützt derzeit 29 jüdische Einrichtungen rund um die Uhr. Nach dem Anschlag in Halle wurden die Schutzmaßnahmen insbesondere an Synagogen und Gemeindezentren landesweit auf ein einheitliches Niveau rund um die Uhr erhöht, wie aus einem Bericht von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) an den Innenausschuss des Landtags hervorgeht.

gefährdung Der Bericht steht für Donnerstag auf der Tagesordnung des Ausschusses. Das Ministerium beauftragte die für die Schutzmaßnahmen zuständigen Kreispolizeibehörden zudem, die Gefährdung der jeweiligen Einrichtungen neu zu beurteilen.

Bei dem Anschlag von Halle am 9. Oktober hatte ein schwer bewaffneter Mann zwei Menschen erschossen und auf der Flucht zwei weitere schwer verletzt. Der Täter hatte zuvor erfolglos versucht, in die Synagoge einzudringen. Der 27-Jährige handelte nach eigener Aussage aus antisemitischen und rechtsextremistischen Motiven. Nach Einschätzung der Behörden wollte er in der Synagoge ein Blutbad anrichten.  epd

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