Berlin

Podiumsgespräch zum Jüdischsein in der DDR

Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung Foto: imago images/photothek

Das Jüdische Museum Berlin lädt am 12. Juli zu einem Podiumsgespräch zum Thema Jüdischsein in der DDR ein. Das Podium versammle vier prominente Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die auf ihr Jüdischsein im Osten Deutschlands zurückblicken, kündigte das Museum an.

Gesprächsteilnehmer sind der Musiker, »Pankow«-Frontman und Schauspieler André Herzberg, die Autorin und Gründerin der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, die Radiomoderatorin und Schriftstellerin Marion Brasch und Lara Dämmig, Autorin und Mitbegründerin von Bet Debora, einem europäischen Netzwerk jüdischer Frauen.

In ihren jeweiligen Büchern beschrieben sie die Komplexität ihres geschichtsgeladenen familiären Hintergrunds und ihre Emanzipationen vom, aber auch zum Judentum, hieß es. Unter der Moderation des Religionsphilosophen George Kohler von der israelischen Bar Ilan Universität würden sie als die Generation der Kinder auf die Deutungen und Lebenswirklichkeiten der Generation ihrer Eltern zurückblicken, auch auf ihr ambivalentes Verhältnis zu Israel.

Vom 8. September an zeigt das Museum auch eine Ausstellung zum Thema. Dabei geht es laut Museum insbesondere um Fragen nach jüdischer Identität zwischen Zuschreibung und Selbstbild. Die bis zum 14. Januar 2024 zu sehende Schau »Ein anderes Land. Jüdisch in der DDR« verknüpfe Dokumentation mit bildender Kunst, Film und Literatur.
Sie zeige das Leben von Juden, die vor den Nazis aus Deutschland geflohen waren, die Konzentrationslager überlebt oder die Zeit im Versteck überstanden hatten und nach 1945 in die Sowjetische Besatzungszone zurückkehrten. epd

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 20.10.2026

Reaktionen

Ein Hausmeister für die Mullahs

Die Bundesregierung habe zu lasch auf die iranischen Mordkomplotte in Deutschland reagiert, finden jüdische und pro-israelische Organisationen. Sie fordern tiefgreifende Konsequenzen

von Stefan Laurin  20.10.2026

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 20.10.2026 Aktualisiert

Vereinte Nationen

Wer finanziert die Arbeit der UN-Berichterstatter?

Die Genfer NGO UN Watch hat einen Bericht vorgelegt, der die Zuwendungen an rund 140 unabhängige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen unter die Lupe nimmt. Auf Platz 3 der Liste: Francesca Albanese

von Michael Thaidigsmann  20.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was genau sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Washington D.C.

Vance gibt keine Wahlempfehlung für Netanjahu ab

Im Gegensatz zu seinem Chef Donald Trump sieht der amerikanische Vizepräsident von einer Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten ab. Warum?

 20.10.2026

Nach Spionage-Urteil

Deutscher Botschafter im Iran einbestellt

Dem Diplomaten solle der starke Protest des Iran übermittelt werden, heißt es. Kurz zuvor hatte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter einbestellt

 20.10.2026

Gießen

Staatsanwaltschaft klagt AfD-Politiker wegen NS-Parole an

Bei seiner Bewerbungsrede für den Vorstand der AfD-Jugendorganisation soll Kevin Dorow eine Parole der Hitlerjugend verwendet haben. Nun muss ein Gericht über die Anklage entscheiden

 20.10.2026

Luftwaffenstützpunkt Ovda

Hegseth trifft Netanjahu bei unangekündigtem Israel-Besuch

Wenige Tage vor der israelischen Wahl ging es bei dem Geheimtreffen wohl um das weitere Vorgehen gegen das Mullah-Regime in Teheran

 20.10.2026