Meinung

Pleite zu Pessach

Mazza, heißt es, sei das »Brot der Armut«. Heute – 3.300 Jahre nach dem Auszug aus Ägypten – ist es zum Brot der Besserverdiener geworden. Stolze 6,50 Euro werden für ein Paket in Berlin bereits verlangt. Das summiert sich, wenn man ein paar Kisten für die Feiertage einkauft, dazu Fleisch, Wein, Saft, Kokosmakronen und was man noch so braucht. Nescafé fürs Fest? 6,90 Euro. Noch die ein oder andere Flasche Coca-Cola? Auch die Limonade gibt es »kascher L’Pessach«: 3,90 pro Flasche. Koscher kostet. Aber gleich so viel? Nach dem Einkauf ist die Familie pleite, das Fest der Freiheit kann kommen. Neidisch blickt man nach Großbritannien. Dort tobt in London und Manchester ein Preiskrieg unter den Anbietern: die kleine Packung Mazze zum Kampfpreis von 26 Pence (lieber nicht umrechnen!). Wie schön wäre es, wenn sich auch hierzulande Koscherläden mit Sonderangeboten gegenseitig überbieten würden: »25 Prozent auf alles – außer Tiernahrung«. Woanders geht’s doch auch. Frohes, koscheres und bezahlbares Pessach!

Judenhass

Bayern plant Exmatrikulation von Störern an Unis

Wer dauerhaft den Hochschulbetrieb in Bayern stört, soll künftig leichter herausgeworfen werden dürfen

 21.01.2026

Berlin

Wegner empfängt Kulturdelegation aus Tel Aviv

Im Zentrum des Treffens standen laut Staatskanzlei die weitere Vertiefung der kulturellen Beziehungen

 21.01.2026

Washington D.C.

Trump: Dann werden wir den Iran von der Landkarte tilgen

Der US-Präsident kündigt im Fall eines iranischen Anschlages gegen ihn eine harte Reaktion an. Dies gelte auch für den Fall, dass das Regime erneut gewaltsam gegen Demonstranten vorgehe

 21.01.2026

Gespräch

»Ich fühle mich alleingelassen«

Sonja Bohl-Dencker über die Ermordung ihrer Tochter durch die Hamas, den Umgang Deutschlands mit dem 7. Oktober und ihren Wunsch, dass Carolin nicht vergessen wird

von Mirko Freitag  20.01.2026

Athen

Griechenland setzt auf militärisches Know-how aus Israel

Drohnen-Schwärme, Cyberangriffe, neue Raketen: Wie die Griechen mit israelischer Technologie ihre Sicherheit aufrüsten wollen – und warum der Blick Richtung Türkei geht

 20.01.2026

Düsseldorf

Protest gegen geplanten Auftritt von Terrorunterstützerin weitet sich aus

Die palästinensische Künstlerin Basma al-Sharif soll an der Kunstakademie auftreten. Unter dem Motto »Ihr sagt ›kontroverse Meinung‹ – gemeint ist Antisemitismus« ist am Mittwoch eine Demonstration gegen die Veranstaltung geplant

 20.01.2026

Essen

»Holo-Voices«: Zeitzeugen des Holocausts sollen für immer sprechen

Auf der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen startet ein Medienprojekt, das Zeugen des Holocausts mit Besuchern in einen Dialog bringt. »Holo-Voices« soll Zeitzeugen »eine Stimme für die Ewigkeit« geben

 20.01.2026

Washington D.C.

Mitglied im Aufsichtsrat des Holocaust-Museums: Bernie Sanders blieb Sitzungen 18 Jahre lang fern

Der Vorgang sorgt für scharfe Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Nun soll der jüdische Senator aus dem Gremium ausgeschlossen werden

 20.01.2026

Gedenktag

Weltweit noch 196.600 jüdische Holocaust-Überlebende

Am 27. Januar wird an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren erinnert. Dort und an vielen anderen Orten ermordeten die Nationalsozialisten Millionen Juden. Noch können Überlebende von dem Grauen berichten

 20.01.2026