Israel

Ordensgemeinschaften berichten von Übergriffen

Erzbischof Pierbattista Pizzaballa ist der lateinische Patriarch von Jerusalem. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

In Israel soll es zu Übergriffen auf christliche Gemeinschaften gekommen sein. So soll eine Gruppe vermummter Personen versucht haben, sich gewaltsam Zutritt zu einer Schule der Salesianerinnen in Nazareth zu verschaffen und die dortigen Schwestern bedroht haben, wie das Lateinische Patriarchat von Jerusalem am Wochenende auf Facebook mitteilte.

Nach Angaben der Ordensgemeinschaft hatte sich der Vorfall bereits am Donnerstag ereignet. Demnach waren fünf mit Stöcken bewaffnete Personen vor der Einrichtung erschienen und hatten dort Einlass gefordert. Die Nonne, die ihnen die Tür öffnete, hätten sie aufgefordert, ihnen einen frohen Ramadan zu wünschen und zum Islam zu konvertieren. Als die Ordensschwester dies ablehnte, hätten sie mit den Stöcken auf das Tor eingeschlagen und seien dann geflüchtet, als die Polizei verständigt wurde.

Besuch Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, und der kürzliche ernannte Weihbischof Rafic Nahra haben die Ordensgemeinschaft den Angaben zufolge nach dem Vorfall besucht. Nach Worten des Patriarchen haben Angriffe auf Christen sowie auf christliche Gebetsorte im Heiligen Land zuletzt zugenommen.

Neben den Salesianerinnen seien auch eine Schule der Franziskanerinnen angegriffen worden. Beide Schulen hießen »alle Mitglieder der arabischen Gemeinschaft ohne jegliche Diskriminierung willkommen«, betonte Pizzaballa. kna

Justiz

Melanie Müller und der Hitlergruß auf der Bühne: Das Landgericht Leipzig hat nun sein Urteil gesprochen

Die Schlagersängerin hatte bei einem Konzert in Leipzig mehrfach den Hitlergruß gezeigt

 12.01.2026

Jackson

Brandanschlag auf Synagoge in Mississippi

Überwachungsvideos zeigen laut Shemper einen Mann mit Kapuze und Maske, der eine Flüssigkeit aus einem Kanister im Inneren des Gotteshauses verteilt

 12.01.2026

Bayern

Kommunen müssen Antisemitismus-Verdacht alleine prüfen

Wenn der Verdacht des Judenhasses aufkommt, können Bayerns Kommunen jetzt Veranstaltungen in ihren Räumen untersagen. Um Gerichtsverfahren zu vermeiden, hatten sie um Hilfe gebeten - vergeblich, wie sich nun zeigt

 12.01.2026

Argentinien

Antisemitische Verschwörungstheorien nach Waldbränden

Der ehemalige General César Milani beschuldigt »Israelis«, für die Brände verantwortlich zu sein. Präsident Javier Milei spricht in Zusammenhang mit den Verschwörungsmythen von der »dunklen Seite Argentiniens«

 12.01.2026

Washington D.C.

Trump an Antisemiten: »Ich denke, wir mögen sie nicht«

In einem Interview sagt der amerikanische Regierungschef auch: »Ich war der beste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten für Israel.«

 12.01.2026

Berlin/Jerusalem

Dobrindt: Mehr Kooperation mit Israel für Sicherheit Deutschlands

Der Brandanschlag auf das Stromnetz im Berliner Südwesten zeigt Schwachstellen in Deutschlands Sicherheit. Um besser aufgestellt zu sein, will die Bundesrepublik enger mit Israel zusammenarbeiten

 11.01.2026

Meinung

Wo bleibt Deutschlands Unterstützung für die protestierenden Iraner?

Bisher äußerte sich der Bundeskanzler schmallippig zu den Protesten gegen die Mullahs. Es wird Zeit, dass er aus Europa Druck auf die Mullahs macht

von Saba Farzan  11.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026