Berlin

NS-Gedenkstätten üben scharfe Kritik am Umgang mit Uni-Besetzungen

Deborah Hartmann Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum kritisiert den Umgang mit Universitätsbesetzungen »propalästinensischer« Demonstranten der vergangenen Wochen.

»Das Signal, das von diesem Umgang mit den höchst aggressiven Protestcamps durch die Verantwortlichen ausgeht, sehen wir kritisch«, heißt es in einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Stellungnahme.

Die Besetzungen gäben radikalen, antizionistischen, israelfeindlichen und antisemitischen Stimmen eine Plattform. Nicht nur jüdische oder israelische Studierende würden dabei bedroht. Sie richteten sich insbesondere gegen Wissenschaft und Bildung als Ganzes und trügen dazu bei, mögliche Gesprächspartner einzuschüchtern.

Unterzeichnet wurde die Stellungnahme von der Direktorin der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Deborah Hartmann, der Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors, Andrea Riedle, und dem Leiter der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll.

Auch der Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Uwe Neumärker, und der Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Johannes Tuchel, sind unter den Unterzeichnern. epd

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