Düsseldorf/Tel Aviv

Nordrhein-Westfalen eröffnet eigenes Büro in Israel

Ministerpräsident von NRW, Armin Laschet (CDU) Foto: dpa

Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein Vertretungsbüro in Israel eröffnet. Die Einrichtung in Tel Aviv soll die Zusammenarbeit fördern und für das bevölkerungsreichste Bundesland als Wirtschaftsstandort werben, teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf am Freitag mit. »Das Büro soll auch zu einem Begegnungsort für Wirtschaft, Bildung, Forschung und Kultur werden«, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Das Land unterhalte enge Verbindungen nach Israel, die über die Verantwortung aus der Judenverfolgung während des Nationalsozialismus hinausgingen, hieß es weiter. »Wir profitieren heute von engen Kontakten zur Hightech-Nation Israel«, teilte Laschet mit. »Tel Aviv ist nach dem Silicon Valley die innovativste Start-up-Region der Welt.«

coworking space Das neue NRW-Büro für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur ist zunächst in einem Coworking-Space – einer Art Gemeinschaftsbüro – untergebracht, in dem auch Unternehmen aus der Internetbranche arbeiten. Laut Staatskanzlei soll es zudem mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Tel Aviv zusammenarbeiten. Geleitet wird das Büro von dem israelischen Mediziner und Journalisten Gil Yaron, der in Düsseldorf aufwuchs.

Die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel sind eng. Neben Schulpartnerschaften und Stipendienprogrammen gibt es laut Mitteilung auch Fortbildungsreisen zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem etwa für Lehrer oder angehende Polizisten.  kna

Bundesregierung

»Masal Tow und eine glückliche Hand«

Stimmen aus der jüdischen Welt zur Wahl von Olaf Scholz zum neuen Bundeskanzler

 08.12.2021

Medizin

Labordaten von Biontech/Pfizer: Booster nötig für Schutz vor Omikron

Pfizer-Chef Bourla: Booster erhöht den Antikörper-Spiegel um das 25-Fache

von Anja Garms  08.12.2021

Interview

»Gerechtigkeit kommt nie zu spät«

Opferanwalt und Ex-Chefermittler Thomas Walther über Schuld und die Wichtigkeit von Schoa-Prozessen

von Lukas Philippi  08.12.2021

Sicherheit

Atomgespräche mit dem Iran werden fortgesetzt

Die Beratungen der Spitzendiplomaten waren vergangene Woche unterbrochen worden

 08.12.2021

Ampel-Regierung

Kanzler mit Kompass

Wie sich Olaf Scholz und sein Kabinett zu jüdischem Leben, Israels Sicherheit und zum Kampf gegen Antisemitismus positionieren

von Daniel Killy  08.12.2021 Aktualisiert

Zwickau

Schwibbögen mit NS-Symbolen gefunden

Polizei hebt Neonazi-Vertrieb aus – auch mutmaßlich gefälschter Impfnachweis gefunden

 08.12.2021

Stutthof-Prozess

»Es ist eine moralische Pflicht«

Seine Aussage im Prozess gegen eine frühere KZ-Sekretärin fällt ihm schwer. Was er sagt, erschüttert zutiefst

von Sönke Möhl  07.12.2021

Fall Ofarim

Ermittler stellen Geschehen in Hotel nach

Leipziger Oberstaatsanwalt: Wann die Ermittlungen abgeschlossen werden, kann derzeit nicht gesagt werden

 07.12.2021

Wien

Iran glaubt weiter an Erfolg der Atomgespräche

Kritik der USA: Teheran ist nicht wirklich an einer Einigung interessiert

 06.12.2021