Berlin

»Nicht der Lächerlichkeit preisgeben«

In Teheran ist zum wiederholten Mal ein Karikaturen-Wettbewerb über den Holocaust ausgeschrieben worden. Foto: dpa

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat den iranischen Karikaturen-Wettbewerb über den Holocaust und eine dazugehörige Ausstellung scharf verurteilt. Die Ermordung der sechs Millionen Juden, für die Deutschland Schuld und Verantwortung trage, »darf nicht der Lächerlichkeit preisgegeben werden«, sagte Steinmeiers Sprecher Martin Schäfer am Mittwoch in Berlin.

hass Dies säe Hass und vertiefe die Gräben im Nahen und Mittleren Osten, betonte der Sprecher. Steinmeier habe auf seiner Iran-Reise im Februar gegenüber der Regierung in Teheran die klare Erwartung geäußert, diesen Wettbewerb und die Ausstellung nicht stattfinden zu lassen.

Medienberichten zufolge ist in Teheran bereits zum wiederholten Mal ein Wettbewerb um Karikaturen ausgeschrieben worden, die den Holocaust an den europäischen Juden thematisieren. Dies sorgt international für Empörung. epd

Offener Brief

Schramm warnt vor Rechtsruck in Sachsen-Anhalt

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen warnt vor wachsendem Nationalismus und einem möglichen Rechtsruck in Sachsen-Anhalt. Die AfD lehnt er klar ab und bezeichnet sie als »nicht wählbar«

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026

New York

Wadephul auf Werbetour bei den Vereinten Nationen

Der deutsche Außenminister führt angesichts der Kriege im Iran und der Ukraine Gespräche bei der UNO. Es geht aber auch um eine für Deutschland wichtige Wahl Anfang Juni

von Jörg Blank, Anne Pollmann  28.04.2026

Toronto

Angriff vor Synagoge, Judaica-Geschäft beschädigt

Ein Gemeindemitglied wird geschlagen, ein Judaica-Geschäft beschädigt

 28.04.2026

Hamburg

Ausstellung zeigt Arbeiten an Ruine des Israelitischen Tempels

Die Finanzbehörde der Hansestadt will das bedeutende Kulturdenkmal dauerhaft erhalten und öffentlich zugänglich machen

 28.04.2026

Berlin

Festakt zur Umbenennung in Margot-Friedländer-Platz

Der Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird zum 7. Mai umbenannt

 28.04.2026

Terror

Verfassungsschutz warnt vor Gefahr durch proiranische Extremisten in Europa

Politiker schlagen Alarm. Konstantin von Notz von den Grünen spricht von einer »neuen Dimension der Bedrohung«

 28.04.2026

Berlin

Gericht stoppt Extremismus-Einstufung von »Jüdischer Stimme«

Das Berliner Verwaltungsgericht stellt zwar fest, der Verein verneine das Existenzrecht Israels und zeige teilweise Verständnis für Gewalt gegen den jüdischen Staat, urteilt aber gegen seine Einstufung als extremistisch

 28.04.2026

Washington D.C.

Marco Rubio: In Teheran herrscht Dysfunktion

Der amerikanische Außenminister wirft der iranischen Regierung mangelnde Verlässlichkeit vor

 28.04.2026