Krieg gegen Iran

Großbritannien verlegt Eurofighter nach Katar

Britische Eurofighter Foto: picture-alliance/ dpa

Großbritannien verlegt vier weitere Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter nach Katar. Das kündigte Premierminister Keir Starmer bei einer Pressekonferenz in London an. Man reagiere damit auf entsprechende Bitten von Verbündeten in der Region, sagte der Labour-Politiker. Zudem bestätigte er, dass die USA inzwischen von britischen Stützpunkten aus »defensive« Luftschläge gegen iranische Raketen ausführten, bevor diese abgefeuert würden.

Er stehe zu der Entscheidung, sich zunächst nicht an den Angriffen gegen den Iran zu beteiligen, betonte Starmer. Mit der anfänglichen Weigerung, den USA die eigenen Stützpunkte zur Verfügung zu stellen, hatte Starmer den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. Der Labour-Politiker sei »kein Winston Churchill« hatte der US-Präsident beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Washington in dieser Woche gestichelt. 

Starmer begründete den Kurswechsel damit, dass sich die Situation verändert habe. »Der Iran hat inzwischen Drohnen und Raketen auf zehn Länder abgefeuert, die ihn nicht angegriffen haben. Das sind Verbündete des Vereinigten Königreichs, in denen wir Tausende Briten und militärisches Personal haben«, so der Premier. 

Lesen Sie auch

Diese zu schützen habe Priorität. Deswegen seien schon seit Jahresbeginn defensive Kapazitäten auf den britischen Stützpunkten in Zypern und Katar erhöht worden. Dazu gehörten etwa Kampfflugzeuge, Luftabwehrraketen, Radaranlagen und Anti-Drohnen-Systeme. Britische Kampfflugzeuge seien wie schon in den vergangenen Tagen auch letzte Nacht wieder am Himmel über Jordanien, Katar und anderer Verbündeter im Einsatz gewesen, so der Premier. dpa

Meinung

Die Hybris des Jens Spahn

Mit seinem Verhalten hat der CDU-Politiker nicht nur der eigenen Partei geschadet, sondern der Demokratie

von Ralf Balke  21.07.2026

Washington D.C.

US-Geheimdienste erwarten keine Kursänderung Teherans nach neuen Angriffen

Die neue Lageeinschätzung wurde der Regierung von Präsident Donald Trump bereits vorgelegt

 21.07.2026

Statistik

Opferberatungsstellen: 3.167 Fälle rechter Gewalt im Jahr 2025

Die nichtstaatlichen Opferberatungsstellen verzeichnen nach dem Rekordjahr 2024 den zweithöchsten Wert an rechter Gewalt. Am häufigsten war das Tatmotiv Rassismus. Besonders nahmen Angriffe auf politische Gegnerinnen und Gegner zu

 21.07.2026

Projekt

Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden

Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor

von Jens Bayer-Grimm  21.07.2026

München

Schmerz und offene Fragen auch zehn Jahre nach OEZ-Anschlag

Am 22. Juli 2016 erschoss ein rechtsextremer 18-Jähriger am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun junge Menschen. Noch immer sind für die Angehörigen viele Fragen offen

von Susanne Schröder  21.07.2026

Köln

Bewährungsstrafen gegen frühere Mitglieder antisemitischen Goyim-Netzwerks

Es geht um die Beteiligung an einer Verbreitung von Judenhass-Propaganda

 21.07.2026

Höchberg

DIG-Mitglied wegen Israel-Anstecker angegriffen und schwer verletzt

Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes

 21.07.2026 Aktualisiert

Beirut

USA: Erste Schritte bei »Pilotzonen« im Südlibanon

Nach jahrzehntelangem Kriegszustand gab es zuletzt Annäherungsversuche zwischen Israel und dem Libanon. Nun verkündet das US-Außenministerium als Vermittler einen weiteren Schritt

 21.07.2026

Washington D.C.

Trump: »Netanjahu wird unter keinen Umständen festgenommen«

Der amerikanische Präsident wendet sich gegen die Aussage des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani, der eine Festnahme prüfen lässt

 21.07.2026