Berlin

Neujahrsempfang des Bundespräsidenten

Beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten: Zentralratspräsident Josef Schuster (M.) mit Daniela Schadt und Joachim Gauck Foto: Gregor Zielke

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, war am Freitag Gast des Neujahrsempfangs des Bundespräsidenten im Berliner Schloss Bellevue. Er überbrachte dabei Joachim Gauck und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt die besten Wünsche für das Jahr 2015. »An diesem Empfang teilnehmen zu dürfen, ist eine besondere Ehre und Freude«, sagte Schuster im Anschluss. »Bundespräsident Gauck hat immer ein offenes Ohr für unsere Belange und setzt sich – vor allem unter dem Eindruck des schrecklichen Terroranschlags in Paris – für den Zusammenhalt der Gesellschaft und das Miteinander der Religionen ein. Dafür sind wir ihm außerordentlich dankbar.«

Terror Der Empfang im Schloss Bellevue war überschattet vom Attentat in Paris. Das abscheuliche Verbrechen sei ein »Angriff auf die Freiheit der Franzosen, der Europäer und der offenen Gesellschaft« gewesen, sagte Gauck. »Das Attentat erschüttert uns, aber es erschüttert nicht unsere Überzeugungen! Wir werden unsere Freiheit nicht einschränken, wir werden sie gebrauchen.« Die Demokratie werde stärker als der Terror sein. Abschließend betonte der Bundespräsident. »Ich schließe mich all denen, den Millionen Menschen an, die auf der ganzen Welt bekennen: Wir sind Charlie!« ja

Interview

»Als Nichtjude etwas beitragen«

Michael Roth (SPD) über einen Pin gegen Antisemitismus, hasserfüllte Kommentare und Rückhalt

von Sophie Albers Ben Chamo  24.05.2026

Kiev

Israelischer Unternehmer klagt gegen Selenskyj

Timur Mindich reicht Klage gegen ein Präsidialdekret ein, mit dem persönliche Sanktionen gegen ihn verhängt worden waren

 21.05.2026

Sachsen-Anhalt

Szenario: Gegängelte Bildung, mehr rechte Gewalt mit AfD-Regierung

Laut Umfragen könnte die AfD im September in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen. Was das für Auswirkungen hätte, hat die Amadeu Antonio Stiftung skizziert

von Lukas Philippi  21.05.2026

Meinung

Iranischer Staatsterror: Zeit zu handeln, Herr Bundeskanzler!

Die Islamische Revolutionsgarde des Iran wollte den Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft zufolge Josef Schuster und Volker Beck ermorden lassen. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben

von Michael Thaidigsmann  21.05.2026

Berlin

Zentralrat der Juden distanziert sich von Itamar Ben-Gvir

Ein Video des rechtsextremen israelischen Ministers sorgt weltweit für Empörung. Auch die Vertretung der Juden in Deutschland äußert sich

 21.05.2026

Hamburg

Teheraner Regime soll Ermordung von Josef Schuster geplant haben

Das iranische Mord-Komplott richtete sich auch gegen den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck

 21.05.2026 Aktualisiert

Berlin

Zentralrat startet Initiative gegen Antisemitismus im Fußball

Slogans wie »Aus Liebe zum Spiel. Gegen Antisemitismus« sowie »Mitfiebern. Gegen Antisemitismus« sollen zum DFB-Pokalfinale auf digitalen Werbetafeln zu sehen sein

 21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Nahost

Strategische Oberhand

War der Krieg gegen das iranische Regime ein Fehlschlag? Eine Analyse

von Michael Wolffsohn  21.05.2026