Erinnerungskultur

Neues Büro vermittelt Holocaust-Überlebende an Schulen

Gideon Taylor ist Präsident der Jewish Claims Conference. Foto: picture alliance / Flashpic

Eine neu gegründete Anlaufstelle der Claims Conference vermittelt Holocaust-Überlebende an interessierte Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Die Überlebenden hätten nach wie vor das große Bedürfnis, ihre erschütternden Geschichten mitzuteilen, und auch die Schulen hätten weiterhin Interesse an Zeitzeugenberichten, erklärte der Präsident der Claims Conference, Gideon Taylor, zum Start des »Survivor Speakers Bureau« am Donnerstag. Das Büro vermittelt Zeitzeugen den Angaben zufolge sowohl für Vor-Ort- als auch für digitale Veranstaltungen.

Es gebe viele Schulen in Ländern, die keinen Zugang zu Zeitzeugen hätten, hieß es. Virtuelle Treffen könnten Zeitzeugenberichte auch für Schulen möglich machen, die vielleicht noch nie die Gelegenheit hatten, Überlebende ihre Geschichte erzählen zu hören. Über die Internetseite www.claimscon.org/Speakers sollen fortan Anfragen für Zeitzeugen gestellt werden können. Mehr als 250 Überlebende haben sich den Angaben zufolge bereit erklärt, mitzumachen.

Die Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims Conference) vertritt die Entschädigungsansprüche von Holocaust-Überlebenden gegenüber Deutschland und setzt sich dafür ein, dass die Verbrechen und Opfer des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten. 2023 stellte die Bundesregierung der Organisation erstmals auch finanzielle Mittel für die Holocaust-Vermittlung zur Verfügung. In diesem Jahr sind es nach Angaben der Claims Conference 30 Millionen Euro. epd

Straße von Hormus

US-Militär warnt Revolutionsgarden vor Provokationen bei Manöver

Ab Sonntag will die iranische Elite-Einheit eine Übung in der strategisch wichtigen Meerenge abhalten

 31.01.2026

Sicherheit

Deutschland und Israel trainieren erstmals gemeinsam gegen Cyberangriffe

Deutschland und Israel proben gemeinsam die Abwehr schwerer Cyberangriffe. Denn Israel hat Erfahrungen, von denen Deutschland profitieren möchte

 31.01.2026

Nordrhein-Westfalen

Statt Auktion: 428 Holocaust-Dokumente an Auschwitz-Stiftung übergeben

Nach internationalen Protesten übergibt der Landtag in Nordrhein-Westfalen 428 Holocaust-Dokumente an die Stiftung Auschwitz-Birkenau. Darunter sind Lagerpostkarten, Täterbriefe und Lagergeld

 31.01.2026

Nahost

Trump schickt weitere Kriegsschiffe in Richtung Iran

Der US-Präsident drängt das iranische Regime weiterhin zu einem Deal

 31.01.2026

Nahost

Mehrere Explosionen im Iran

Vor einem Marinemanöver der iranischen Revolutionsgarden kommt es zu Detonationen in mehreren Teilen des Landes. Die iranische Propaganda spricht von Gaslecks und brennendem Schilf

 31.01.2026

Nahost

Vollendete Drohkulisse

US-Präsident Trumps »Armada« ist angekommen, die Optionen für Militärschläge liegen auf dem Tisch. Er stellt dem Mullah-Regime zwei Bedingungen. Wird Teheran einlenken?

von Imanuel Marcus  30.01.2026

EU-Sanktionen

Israel bietet Hilfe bei Verfolgung von Revolutionsgarden an

Die Europäische Union hat die Elite-Einheit des Mullah-Regimes auf die Terrorliste gesetzt. Nach Ansicht des israelischen Botschafters dient das auch der inneren Sicherheit in Deutschland

 30.01.2026

Meinung

Endlich!

Es war überfällig, dass die EU die Revolutionsgarde der Islamischen Republik auf der Terrorliste gesetzt hat. Doch die heutige Lage ist auch das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse, falscher Hoffnungen und politischer Feigheit ebenjener EU

von Shahrzad Eden Osterer  30.01.2026

Rheinland-Pfalz

Landtag fordert Institut für Antisemitismusforschung auf Bundesebene

Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) dankt dem Landesparlament. »Antisemitismus ist in diesem Lande eine reale Erfahrung«, sagt er

 30.01.2026