Chemnitz

Neonazi soll Überfall erfunden und sich den Finger selbst abgehackt haben

Der Eingang zum Gebäude der Polizeidirektion Chemnitz Foto: picture alliance / imageBROKER

Nach dem offensichtlich fingierten Überfall auf einen mutmaßlichen Neonazi in Chemnitz hat die Polizei drei abgetrennte Finger entdeckt. Sie seien in einem Glascontainer gefunden worden, teilte das Landeskriminalamt am Freitag auf Anfrage mit.

Dabei handle es sich um die fehlenden Finger des Mannes. Wie und womit sie abgetrennt wurden, dazu liefen die Ermittlungen, hieß es. Über den Fund hatten zuvor mehrere Medien berichtet.

Verdacht Der Mann hatte zunächst behauptet, in einem Park von einer Gruppe Vermummter angegriffen worden zu sein. Sie hätten ihm mit einer Machete die Finger abgetrennt und mitgenommen. Es stand der Verdacht einer politisch motivierten Straftat im Raum, deswegen übernahm eine Soko die Ermittlungen.

Doch den Fahndern kamen Zweifel, so dass inzwischen gegen den 29-jährigen mutmaßlichen Neonazi selbst wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt wird. Einem zweiten Beschuldigten wird schwere Körperverletzung vorgeworfen. Vorige Woche waren die Wohnungen der beiden durchsucht und dabei Beweismittel gesichert worden. Die beiden Beschuldigten hätten sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, hieß es. dpa

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