Meinung

Mit Gott gegen Google

Irans Regime hat Großes vor, ja Überirdisches. Dieses Mal geht es nicht um Waffen wie todbringende Drohnen oder bombenfähige Nuklearanlagen, sondern um die Vorherrschaft in der digitalen Welt. Die Mullahs wollen, das hat ein Funktionär am Sonntag angekündigt, bis 2012 eine eigene Internetsuchmaschine entwickeln. Die Antwort der Islamischen Republik und ihrer selbst ernannten Hüter auf eine westliche Supermacht namens Google. Schneller, sicherer und möglichst allwissend lautet die Devise. Kein Wunder, dass dafür göttlicher Beistand benötigt wird. Und so hat das Vorhaben einen vielversprechenden persischen Namen bekommen: Ya Haq’ soll die Google-Alternative heißen, auf gut Deutsch: Oh Herr. Das muss man sich dann wohl so vorstellen: Wird künftig in das Suchfeld »Israel« eingegeben, folgt die Frage »Meinten Sie ›zionistisches Gebilde‹«? Bei »Sex« ebenfalls null Einträge, dafür aber das Angebot, alle Ergebnisse zum Begriff »Steinigung« anzuzeigen. Und »Demokratie«? Da erscheint der ewig lächelnde große Führer Mahmud Ahmadinedschad. So hätten es Teherans Machthaber gerne. Eine Zensurmaschine, die die grüne Opposition und alle anderen Regimegegner hilf- und mutlos machen soll. Fragt sich nur, welchem Herrn das wirklich dient.

Hannover

Polizei verbietet NPD-Demo gegen Journalisten

Die Kundgebung gefährdet die öffentliche Sicherheit, erklären die Sicherheitsbeamten

 22.11.2019

Weimar

36-Jähriger bespuckt Bild eines KZ-Überlebenden

Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung, Beleidigung und politisch motivierter Sachbeschädigung

 21.11.2019

Einspruch

Entfremdung schadet nur

Jeremy Issacharoff will, dass die EU zum Dialog zurückfindet, statt auf De-facto-Boykotte zu setzen

von Jeremy Issacharoff  21.11.2019

Rechtsextremismus

»Ich werde weitermachen«

Julian Feldmann über rechte Drohungen gegen Journalisten, den Wert von Solidarität und eine Demo gegen ihn

von Martin Krauss  21.11.2019

Nachrichten

AfD und NPD, Gedenkstein und Stolperstein

Meldungen aus Politik

 21.11.2019

Wuligers Woche

Metaphernsalat à la Maas

Wie man eine Rede besser nicht halten sollte

von Michael Wuliger  21.11.2019