Oslo

Mette-Marit: Epstein hat mich manipuliert

Kronprinzessin Mette-Marit Foto: picture alliance / Gonzales Photo/Ketil Martinsen

Den Tränen nahe und mit zitternder Stimme hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) in einem Fernsehinterview ihr Schweigen über ihre Freundschaft mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gebrochen.

»Ich wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen«, sagte sie dem Sender NRK. Mette-Marit und Epstein sollen über Jahre Kontakt gehabt und sich über viele private Dinge ausgetauscht haben - auch nachdem der jüdische Amerikaner bereits zum ersten Mal verurteilt worden war. »Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war«, sagte sie NRK. Sie habe sich von Epstein »manipulieren und täuschen« lassen. 

Bislang hatte sich Mette-Marit nur schriftlich zu ihrem engen Kontakt mit Epstein geäußert, der durch die Veröffentlichungen in dem Fall ans Licht gekommen war.

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Der Name der Frau von Norwegens Kronprinz Haakon (52) taucht Hunderte Male in den Akten zu dem Fall auf. Das hatte in Norwegen große Kritik ausgelöst. Ihre Landsleute hatten Mette-Marit auch übelgenommen, dass sie sich nicht früher ausführlich dazu geäußert hatte.

Das hatte der Hof mit der Gesundheit der Kronprinzessin begründet: Mette-Marit leidet an einer chronischen Lungenkrankheit. Auch der Vergewaltigungs-Prozess gegen ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby (29) dürfte die Kronprinzessin belastet haben. Dieser war am Donnerstag zu Ende gegangen.

»Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der sich in einer sehr schwierigen Situation befunden hat«, sagte Mette-Marit dem Sender. »Außerdem ist mein Gesundheitszustand so, dass ich sehr viel Ruhe brauche. Und dieser Zustand hat sich noch etwas verschlechtert.« dpa/ja

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