Berlin

Merz und Wegner nennen Lübcke-Statue geschmacklos

Die Walter-Lübcke-Statue vor dem Konrad-Adenauer-Haus Foto: picture alliance / Anadolu

Bundeskanzler Friedrich Merz hat es als »vollkommen geschmacklos« bezeichnet, dass das Zentrum für Politische Schönheit eine Statue des ermordeten CDU-Politikers Walter Lübcke vor der Parteizentrale aufgestellt hat. Das sagte der CDU-Bundesvorsitzende bei seinem Antrittsbesuch im Roten Rathaus in Berlin.

Ähnlich äußerte sich Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU). »Als ich gestern davon erfahren habe, konnte ich nicht glauben, dass ein Bezirk so eine Installation genehmigt«, sagte Wegner. Man könne über alles diskutieren. »Und nicht jede Diskussion muss uns gefallen.« Aber das Schicksal eines von einem Rechtsradikalen ermordeten Politiker zu instrumentalisieren, sei an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten.

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Aktivisten des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS) hatten am Dienstag die bronzene Statue des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke vor dem Konrad-Adenauer-Haus aufgestellt.

Das Zentrum für Politische Schönheit will die CDU mit der Aktion vor allem an ihre Verantwortung erinnern, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten. »Es gibt keine Machtoption für die AfD ohne die CDU«, heißt es auf der Webseite des Projekts.

Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf seiner Terrasse im nordhessischen Wolfhagen-Istha von dem Rechtsextremisten Stephan E. ermordet worden - weil dieser Lübckes liberale Haltung zur Flüchtlingspolitik ablehnte. Der Täter verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe. Er soll die AfD etwa im Wahlkampf unterstützt haben. dpa

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