Oranienburger Straße

Menschenkette vor Neuer Synagoge in Berlin

Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße Foto: Marco Limberg

Nach dem Terroranschlag in Halle haben sich zahlreiche Menschen in Berlin solidarisch gezeigt und eine Menschenkette vor der Neuen Synagoge gebildet.

Zu der Aktion zum Abschluss des jüdischen Laubhüttenfestes Sukkot am Sonntag hatte das Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin aufgerufen. Beobachter gingen von mehr als 200 Teilnehmern in der Oranienburger Straße aus.

SCHUTZ »Wir bilden eine Menschenkette, um zu zeigen, dass wir fest an der Seite unserer jüdischen Geschwister stehen«, erklärte Probst Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. »Ihre Synagogen haben wir zu schützen wie unseren Augapfel.«

Am 9. Oktober hatte ein Deutscher schwer bewaffnet versucht, in die Synagoge in Halle an der Saale einzudringen, wo rund 50 Beter den jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen. Als sein Plan misslang, erschoss er auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf einen 20-jährigen Mann in einem Döner-Imbiss.

Es gab mehrere Verletzte. Der 27-Jährige ist in Untersuchungshaft. Er hat die Tat gestanden und dabei antisemitische und rechtsextreme Motive eingeräumt.  dpa

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