Sachsen-Anhalt

Mehr fremdenfeindliche und antisemitische Straftaten

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht Foto: dpa

Die Zahl der fremdenfeindlich und antisemitisch motivierten Straftaten ist in Sachsen‐Anhalt wieder gestiegen. 2018 wurden insgesamt 348 Fälle erfasst, etwa sechs Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus der am Mittwoch in Magdeburg veröffentlichten Statistik zur politisch motivierten Kriminalität für 2018 hervorgeht.

Die Straftaten waren in diesem Bereich im Jahr 2015 sprunghaft angestiegen auf 574 und in den dann folgenden beiden Jahren wieder gesunken, auf zuletzt 328 im Jahr 2017.

gewaltdelikte Bei den fremdenfeindlichen Straftaten waren es vor allem Volksverletzungen und Beleidigungen mit 171 Fällen und Körperverletzungen mit 63 Straftaten, die registriert wurden. Der Anteil der Gewaltdelikte innerhalb der fremdenfeindlichen Straftaten sei mit 19 Prozent nahezu dreimal so hoch wie der Anteil bei der übrigen politisch motivierten Kriminalität, hieß es. Die antisemitischen Straftaten stiegen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um 18 Fälle auf 62 an.

Insgesamt sind die Fallzahlen der politisch motivierten Kriminalität deutlich zurückgegangen. Der sachsen‐anhaltische Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sprach von guten Entwicklungen. Im vergangenen Jahr wurden 1846 Straftaten registriert, während es im Vorjahr noch 2331 waren.  epd

Berlin

»Antisemitismus aktiv entgegenstellen«

Bundespräsident Frank‐Walter Steinmeier: Kampf gegen Judenhass geht jeden Einzelnen an

 16.06.2019

Twitter

»Versuch, die Lehren der Schoa zu verallgemeinern«

Israel kritisiert Anne‐Frank‐Tweet des deutschen Außenministeriums

 14.06.2019

Justiz

Anklage nach Angriff auf jüdischen Professor

Der palästinensischstämmige 21‐Jährige muss sich wegen Volksverhetzung und Körperverletzung vor Gericht verantworten

 13.06.2019