Polizei

Mahnmal beschmiert - Erneut antisemitische Vorfälle in Berlin

Das Mahnmal für die zerstörte Spandauer Synagoge und die Opfer der Schoa am Lindenufer Anfang Juni Foto: picture alliance / Schoening

Ein Mahnmal in Erinnerung an die in der NS-Zeit ermordeten Juden in Berlin-Spandau ist von Unbekannten beschmiert worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde am Dienstagmittag auf dem Mahnmal ein Graffito in silberner Farbe festgestellt. Dabei sei der Inhalt des Schriftzuges nicht eindeutig lesbar.

Das Mahnmal steht am ehemaligen Standort einer Synagoge am Lindenufer. Der Polizeiliche Staatsschutz hat Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung aufgenommen.

Frau im Bus antisemitisch beleidigt

Bei einem weiteren Vorfall soll ein 28-Jähriger am Dienstag in einem Bus in Berlin eine 52-Jährige antisemitisch beleidigt haben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, soll sich der Tatverdächtige in einem Bus am Adenauerplatz von dem Schreien eines Kleinkindes gestört gefühlt haben und den Eltern gegenüber verbal ausfällig geworden sein. Als die 52-jährige Zeugin des Vorfalls versucht habe, die Situation zu schlichten, soll der 28-Jährige sie antisemitisch beleidigt und vor ihr ausgespuckt haben.

Der Tatverdächtige wurde nach erfolgter Identitätsfeststellung am Ort entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin. epd

Dessau-Roßlau

Schulze: Ich habe eine andere Meinung zum Thema Völkermord

Auftritte des Kabarettisten Dieter Hallervorden bei CDU-Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt hatten bei den Christdemokraten teils für große Irritationen gesorgt. Der Spitzenkandidat verteidigt das Format

 04.08.2026

Washington D.C./Teheran

Trump kündigt Iran-Gespräche an – Eigene Regierungsbeamte und Teheran widersprechen Darstellung

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums sagt, derzeit gebe es keinerlei direkte Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten. Der US-Präsident wirft den Iranern eine »Doppelzüngigkeit« vor

 04.08.2026

Spanische Nordafrika-Exklave

Wie kam es zur Ceuta-Krise?

Die Ereignisse in Ceuta werfen viele Fragen auf: Duldeten marokkanische Sicherheitskräfte den Ansturm? Welche Motive könnte es gegeben haben? Und wer profitierte von den chaotischen Szenen?

 03.08.2026

Schifffahrt

Iran und Oman planen Rundkurs in Straße von Hormus

Als Folge des Konflikts mit den USA verhandelt Teheran mit Maskat über neue Fahrrinnen im Nadelöhr des internationalen Gas- und Ölhandels. Im Gespräch ist ein neues Routenmodell

 03.08.2026

Montréal

Verdacht auf Brandanschlag: Koscheres Restaurant zerstört

Die Behörden untersuchen den Vorfall als möglichen Brandanschlag. War auch diese Tat antisemitisch motiviert?

 03.08.2026

Studie

Spaniens Migrationskrise wird online mit antisemitischen Verschwörungsmythen verknüpft

Innerhalb von zwei Tagen erreichten Beiträge, die Israel für den Flüchtlingssturm auf Ceuta verantwortlich machen, beinahe 60 Millionen Nutzer

 03.08.2026

Nahost

Trump kündigt neue Gespräche mit Iran an – Verhandlungen sollen heute beginnen

»Eine Vereinbarung steht unmittelbar bevor«, erklärt der amerikanische Präsident. Israel, das an dem zunächst geplanten Angriff auf den Iran mitwirken sollte, erfuhr von dessen Absage in sozialen Medien

 03.08.2026

Interview

»Putin ist in der Sackgasse«

Lettlands Ex-Präsident Egils Levits über Russlands Krieg, einen EU-Beitritt der Ukraine und die Debatte über die Religionsfreiheit

von Michael Thaidigsmann  02.08.2026

New York/Madrid

»Warum unterhält Spanien noch immer koloniale Enklaven in Afrika?«

Israels UNO-Botschafter Danny Danon: »Vielleicht sollte Spanien, bevor es uns weiter belehrt, der Welt etwas erklären«

 02.08.2026