Polizei

Mahnmal beschmiert - Erneut antisemitische Vorfälle in Berlin

Das Mahnmal für die zerstörte Spandauer Synagoge und die Opfer der Schoa am Lindenufer Anfang Juni Foto: picture alliance / Schoening

Ein Mahnmal in Erinnerung an die in der NS-Zeit ermordeten Juden in Berlin-Spandau ist von Unbekannten beschmiert worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde am Dienstagmittag auf dem Mahnmal ein Graffito in silberner Farbe festgestellt. Dabei sei der Inhalt des Schriftzuges nicht eindeutig lesbar.

Das Mahnmal steht am ehemaligen Standort einer Synagoge am Lindenufer. Der Polizeiliche Staatsschutz hat Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung aufgenommen.

Frau im Bus antisemitisch beleidigt

Bei einem weiteren Vorfall soll ein 28-Jähriger am Dienstag in einem Bus in Berlin eine 52-Jährige antisemitisch beleidigt haben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, soll sich der Tatverdächtige in einem Bus am Adenauerplatz von dem Schreien eines Kleinkindes gestört gefühlt haben und den Eltern gegenüber verbal ausfällig geworden sein. Als die 52-jährige Zeugin des Vorfalls versucht habe, die Situation zu schlichten, soll der 28-Jährige sie antisemitisch beleidigt und vor ihr ausgespuckt haben.

Der Tatverdächtige wurde nach erfolgter Identitätsfeststellung am Ort entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin. epd

Regierungsbildung

Berliner Linke berät erneut über Vanessa Emde

Kurz vor dem geplanten Beginn von Koalitionsgesprächen mit Grünen und SPD diskutiert die Berliner Linke über Antisemitismus - einmal mehr

 27.10.2026

Berlin

Volker Beck zur Wahl: Regierungswechsel wäre gut für Israel

Der Urnengang entscheidet über die politische Zukunft von Benjamin Netanjahu. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft argumentiert, der Regierungschef habe viel Vertrauen verspielt

 27.10.2026

Beate Zschäpe im Jahr 2021 in ihrem Prozess

Rechtsextremismus

Gericht: NSU-Terroristin Zschäpe soll bis mindestens 2035 in Haft bleiben

Beate Zschäpe wollte vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Das Gericht sagt Nein. Doch die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

von Christoph Trost  27.10.2026

San Francisco/New York

KI mit Elvis-Songs gefüttert: Millionenklage gegen Anthropic

»Return To Sender« und diverse weitere Lieder des King of Rock’n’ Roll sollen ohne Zustimmung ins KI-Training geflossen sein

 27.10.2026

Berlin

Medienberichte über Israel auf dem Prüfstand

Wie weit klaffen Berichterstattung und Realität auseinander? Darüber ist am Freitag ist ein ganztägiger »Fachaustausch« an der Technischen Universität geplant

 27.10.2026

Ron Prosor

Interview

Ron Prosor: »Der linke Antisemitismus ist der gefährlichste«

Israels Botschafter in Deutschland über Brandmauern gegen Antisemitismus, die Regierungsbildung in Berlin und die Wahlen in Israel

von Bernward Loheide  27.10.2026

Teheran

Irans Generation Z kämpft um ihre Zukunft

Sie sind 17, sprechen über Krieg und denken ans Auswandern. Darja und Negin gehören zu einer Generation, die den Iran verändert, aber an der eigenen Zukunft dort zweifelt

von Arne Bänsch  27.10.2026

Dementi

Trump bestreitet Gespräche über weitere Wahlempfehlung für Netanjahu

Hat Israels Ministerpräsident den amerikanischen Präsidenten um mehr Unterstützung im Wahlkampf gebeten oder nicht?

 27.10.2026

Berlin

Berliner Linke berät zum wiederholten Mal über umstrittene Abgeordnete

Vanessa Emde steht wegen Äußerungen zu Israel und zum Nahost-Konflikt massiv in der Kritik

 27.10.2026