Berlin

Leo-Baeck-Preis für Norbert Lammert

Norbert Lammert Foto: Gregor Zielke

Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht seine höchste Auszeichnung, den Leo-Baeck-Preis, in diesem Jahr an den bisherigen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert.

Mehr als ein Jahrzehnt lang habe sich Lammert als Bundestagspräsident mit Leidenschaft und Vehemenz sowohl für die Werte des Grundgesetzes als auch für die bleibende Erinnerung an die Schoa und die daraus resultierende Verantwortung für die jüdische Gemeinschaft und für Israel eingesetzt, hieß es in der Begründung.

Gewissen Mit seinen Ansprachen in den Feierstunden des Deutschen Bundestags zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar habe er der Nation ins Gewissen geredet. Er wandte sich stets mit deutlichen Worten gegen jegliche Art von Antisemitismus und appellierte an die gesamte Gesellschaft, den Kampf gegen Antisemitismus als Aufgabe für alle zu betrachten. Anlässlich der 50-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel weitete Lammert zudem die Zusammenarbeit des Deutschen Bundestags mit der Knesset, dem israelischen Parlament, aus.

»Lammert gehört zu jenen Politikern, die glaubwürdig und aus tiefer demokratischer Überzeugung die Verbrechen der NS-Zeit beim Namen nennen und Verantwortung für ihr heutiges politisches Handeln daraus ableiten«, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster. »Der bisherige Bundestagspräsident hat sich nie gescheut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen, vor allem wenn es um Hass gegen Juden in unserem Land geht. Seiner Solidarität konnte und kann sich die jüdische Gemeinschaft in Deutschland immer gewiss sein.«

Preisträger Mit dem Leo-Baeck-Preis, der an den Rabbiner Leo Baeck erinnert, ehrt der Zentralrat der Juden Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben.

Zu den Preisträgern gehören die Bundespräsidenten a. D. Richard von Weizsäcker (1994), Roman Herzog (1998) und Christian Wulff (2011), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2007) und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. 2015 erhielt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck den Preis. Die seit 1957 vom Zentralrat vergebene Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen zum Leo-Baeck-Preis finden Sie hier:
www.zentralratdjuden.de/leo-baeck-preis

USA/Iran

Trump bestätigt: Chamenei ist tot

In Teheran bricht nach Berichten über den Tod von Irans obersten Führer spontan Jubel aus

 28.02.2026

USA

Ist Ajatollah Ali Chamenei noch am Leben? Nun äußert sich Donald Trump

 28.02.2026

Krieg

Explosionen in Tel Aviv. Eine Tote, mehrere Verletzte

Nach einem Raketenangriff aus dem Iran melden Einwohner laute Explosionen in Tel Aviv

 28.02.2026

Israel

Israelische Medien: Chameneis Leiche wurde gefunden

Die Hintergründe

 28.02.2026 Aktualisiert

Jerusalem/Teheran

»Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Tyrann nicht mehr existiert«

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat bekanntgegeben, dass Irans Oberster Führer Ali Chamenei bei den Angriffen Israels und der USA getötet wurde

 28.02.2026 Aktualisiert

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

von Serdar Somuncu  28.02.2026

Krieg

Jubelrufe in Teheran nach Berichten über Chameneis Tod

In Teheran sorgt eine unbestätigte Nachricht für Freudenfeiern. Doch offizielle Bestätigungen fehlen bislang

 28.02.2026

Analyse

»Der Iran hat nicht die Schlagkraft«

Das iranische Regime kann den Angriffen von Israel und den USA aus Sicht des Politologen Maximilian Terhalle militärisch wenig entgegensetzen - und durchaus gestürzt werden

 28.02.2026

Interview

»Die Chance auf Regimewechsel im Iran liegt bei 5 Prozent«

Der Sicherheits- und Terrorismusexperte Peter R. Neumann ist skeptisch, dass der von Israel und den USA gewünschte Fall des Regimes im Iran durch die Militäraktion erreicht werden kann

von Michael Thaidigsmann  28.02.2026