Brandenburg

Landtag in Potsdam würdigt 75-jähriges Bestehen Israels

Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland, spricht während einer Feierstunde im Brandenburger Landtag zur Gründung des Staates Israel. Foto: picture alliance/dpa

Zum 75-jährigen Bestehen des Staates Israel haben führende Politiker aus Brandenburg zum Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte am Mittwoch bei einer Feierstunde im Landtag in Potsdam, in der konsequenten Bekämpfung des Antisemitismus dürfe nicht nachgelassen werden. Zugleich betonte er die Verbundenheit zu Israel. »Auf unsere Freundschaft bauen wir unsere gemeinsame Zukunft auf«, sagte Woidke.

Der Ministerpräsident betonte, die Verantwortung Deutschlands aus der Geschichte habe »kein Ablaufdatum«. Es bleibe stetige Aufgabe aller Generationen, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Am Existenzrecht und der Zukunft Israels dürfe »niemals ein Zweifel bestehen«. Der Staat sei ein Zufluchtsort für viele Menschen und die einzige liberale Demokratie im Nahen Osten.

Grenzen des Sagbaren Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) sagte, Ziel sei, die Freundschaft und Zusammenarbeit mit Israel weiter zu vertiefen. Der anhaltende Antisemitismus in Deutschland und Brandenburg sei zugleich Anlass zu großer Sorge und auch Scham. Antisemitismus sei keine Meinung, sondern verbale und physische Gewalt, sagte die Landtagspräsidentin: »Wir müssen die Grenzen des Sagbaren neu ziehen.«

Der israelische Botschafter Ron Prosor rief im Potsdamer Landtag dazu auf, iranische Organisationen, die die Auslöschung Israels zum Ziel haben, auf die Terrorliste zu setzen. Sein Land müsse gegen Dämonisierung und Delegitimierung verteidigt werden. Zugleich betonte er die Bedeutung des Jugendaustauschs zwischen Deutschland und Israel. Damit könnten Brücken für eine gemeinsame Zukunft gebaut werden. epd

Krieg gegen Iran

Medienbericht: Trump will Mullahs nur wenige Tage Zeit geben

Als der US-Präsident am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündete, nannte er keine neue Frist. Unbegrenzt verlängern, will er sie US-Medien zufolge aber nicht

 22.04.2026

Nahost

Voller Vorurteile

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  22.04.2026

Europarat

Haltlose Rüge aus Straßburg

Der Menschenrechtskommissar des Europarats wirft Deutschland »unangemessene Beschränkungen« propalästinensischer Proteste vor. Überzeugende Belege legt er jedoch nicht vor

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

Nahost

Trump verlängert Waffenruhe: Wie es jetzt weitergehen könnte

Welche Szenarien sind jetzt denkbar?

von Cindy Riechau, Arne Bänsch  22.04.2026

Nahost

Behörde: Iran beschießt Frachter in Straße von Hormus

Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu Angriffen auf Schiffe. Die britische Behörde UKMTO meldet nun gleich zwei Vorfälle

 22.04.2026

New York

Wegen Haltung der Demokraten zu Israel: Alan Dershowitz wird Republikaner

Seine bisherige Partei sei zur »antiisraelischsten Partei in der amerikanischen Geschichte« geworden, schreibt der jüdische Jurist

 22.04.2026

New York/London

IAEA-Chef: Iran-Abkommen ohne Kontrolle wertlos

Rafael Grossi warnt vor der »Illusion eines Abkommens« oder um ein Versprechen, dessen Einhaltung niemand sicher feststellen könne

 22.04.2026

London

Beratungen über Wiederöffnung der Straße von Hormus beginnen

Diskutiert werden sollen auch Einsatzkräfte, Führungsstrukturen sowie die Verlegung von Einheiten in die Region

 22.04.2026

Europäische Union

Keine Mehrheit für Strafmaßnahmen gegen Israel

Vor allem Spanien und Irland hatten vor der Sitzung der Außenminister in Luxemburg Druck gemacht und die Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU mit Israel verlangt. Sie scheiterten erneut

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026