Antisemitismus

Kothaufen-Emoji als Antwort

Foto: picture alliance / photothek

Die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, appelliert an die Verantwortlichen von Twitter, Anfragen von Behörden zu Antisemitismus angemessen zu behandeln. Auch ihre Behörde habe auf eine Anfrage an die Adresse press@twitter.com zum Phänomen wachsender antisemitischer Äußerungen auf dem Mikrobloggingdienst als Antwort lediglich ein Fäkalien-Emoji erhalten, erklärte Leutheusser-Schnarrenberger am Dienstag in Düsseldorf.

Am Sonntag hatte Twitter-Inhaber Elon Musk auf der Plattform angekündigt, künftig alle Presseanfragen mit einem Kothaufen-Emoji zu beantworten.

Fragwürdig Twitters Chef-Etage scheine sich der Lage auf der eigenen Plattform nicht bewusst zu sein, wenn nun auch Presseanfragen oder Anliegen staatlicher Stellen mit Klamauk beantwortet würden, kritisierte die NRW-Beauftragte. »Ich fordere die Unternehmensführung auf, sich dem Thema Antisemitismus auf der Plattform anzunehmen und ihrer Verantwortung gerecht zu werden.« Dazu gehöre auch, erreichbare Ansprechpartner zu benennen und die Content-Moderation nicht ausschließlich fragwürdigen Automatismen zu überlassen.

Leutheusser-Schnarrenberger sprach von einer ernsten Lage in den Social Media Diensten. »Antisemitische Inhalte auf Social-Media-Plattformen nehmen auch nach der Corona-Pandemie weiter zu.« Nur mit rechtlichen Regelungen allein sei dem Phänomen nicht zu begegnen. »Auch mit den Plattformen müssen wir in den intensiven Dialog gehen. Das ist bislang sehr zäh.« epd

Extremismus

Die Linke und der Judenhass

Der »taz«-Journalist Nicholas Potter hat ein Buch über die Zusammenhänge zwischen Antisemitismus und Autoritarismus bei Teilen der Linken geschrieben. Ein Auszug

von Nicholas Potter  05.04.2026

Krieg

Trump gibt iranischer Führung Zeit bis Dienstagabend

Der US-Präsident hat der iranischen Führung mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie nicht einlenken

 05.04.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Debatte

»Das wäre enorm wichtig, gerade für die vielen Kinder mit muslimischem Migrationshintergrund«

Israels Botschafter Ron Prosor spricht sich für Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten aus

 05.04.2026

Krieg

Israel meldet Tötung eines weiteren Öl-Kommandeurs im Iran

Nach einem Angriff in Teheran spricht Israels Militär von einem »schweren Schlag gegen die wirtschaftlichen Grundlagen des iranischen Sicherheitsapparats«. Das steckt hinter dem Angriff

 05.04.2026

Krieg

Trump: Wir haben unseren Soldaten gerettet und in Sicherheit gebracht

Rettung wie in einem Hollywood-Film: US-Spezialeinheiten konnten den vermissten Offizier des abgeschossenen Kampfjets geborgen. Der US-Präsident schildert die riskante Mission mit dramatischen Worten

von Lars Nicolaysen  05.04.2026

Krieg

Bericht: USA greifen Suchort von vermisstem US-Soldaten an

Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied eines US-Kampfjets läuft auf Hochtouren. Jetzt werden aus dem Iran Luftangriffe in einer Gegend gemeldet, in dem sich der US-Soldat befinden soll

 05.04.2026

München

Der Grüne, das Rathaus und die jüdische Gemeinschaft

Dominik Krause wird der nächste Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt. Der 35-Jährige ist Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und geht entschlossen gegen Antisemitismus vor. Ein Porträt

von Chris Schinke  04.04.2026

Krieg

»Kritische« Rettungsmission im Iran - Trump in Erklärungsnot

Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied eines Kampfjets wird für die USA zum Wettlauf gegen die Zeit - im Iran werden Kopfgelder ausgesetzt. Die Lage bringt die US-Regierung in Bedrängnis

von Cindy Riechau  04.04.2026

Großbritannien

Brandanschlag in London: Untersuchungshaft für Verdächtige

Mehrere Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Golders Green werden in Brand gesetzt. Vor Gericht erschienen nun drei Verdächtige

 04.04.2026