Antisemitismus

Kothaufen-Emoji als Antwort

Foto: picture alliance / photothek

Die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, appelliert an die Verantwortlichen von Twitter, Anfragen von Behörden zu Antisemitismus angemessen zu behandeln. Auch ihre Behörde habe auf eine Anfrage an die Adresse press@twitter.com zum Phänomen wachsender antisemitischer Äußerungen auf dem Mikrobloggingdienst als Antwort lediglich ein Fäkalien-Emoji erhalten, erklärte Leutheusser-Schnarrenberger am Dienstag in Düsseldorf.

Am Sonntag hatte Twitter-Inhaber Elon Musk auf der Plattform angekündigt, künftig alle Presseanfragen mit einem Kothaufen-Emoji zu beantworten.

Fragwürdig Twitters Chef-Etage scheine sich der Lage auf der eigenen Plattform nicht bewusst zu sein, wenn nun auch Presseanfragen oder Anliegen staatlicher Stellen mit Klamauk beantwortet würden, kritisierte die NRW-Beauftragte. »Ich fordere die Unternehmensführung auf, sich dem Thema Antisemitismus auf der Plattform anzunehmen und ihrer Verantwortung gerecht zu werden.« Dazu gehöre auch, erreichbare Ansprechpartner zu benennen und die Content-Moderation nicht ausschließlich fragwürdigen Automatismen zu überlassen.

Leutheusser-Schnarrenberger sprach von einer ernsten Lage in den Social Media Diensten. »Antisemitische Inhalte auf Social-Media-Plattformen nehmen auch nach der Corona-Pandemie weiter zu.« Nur mit rechtlichen Regelungen allein sei dem Phänomen nicht zu begegnen. »Auch mit den Plattformen müssen wir in den intensiven Dialog gehen. Das ist bislang sehr zäh.« epd

London

Sie »fischten« mit Geld nach Juden: Zwei Männer verurteilt

»Fishing for Jews« mit einer Angel, an der ein Geldschein hängt: Im Stadtteil Stamford Hill, in dem viele Charedim wohnen, werden die Verdächtigen von den Shomrim gestellt und später festgenommen

 13.05.2026

Teheran

Weitere Hinrichtung im Iran nach Spionagevorwürfen

Die iranische Justiz hat in den vergangenen Wochen viele Männer exekutieren lassen. Nun wird wieder ein Todesurteil vollstreckt

 13.05.2026

Bern

Mengele-Akten endlich öffentlich

Der Schweizer Nachrichtendienst blockierte den Zugang zu diesen Unterlagen jahrzehntelang. Nun wird diese Sperre aufgehoben

von Nicole Dreyfus  13.05.2026

New York

Jüdische Gruppen planen Demonstration gegen »New York Times«

Die Organisatoren sprechen von »antizionistischen Verleumdungen«, für die das Blatt verantwortlich sei

 13.05.2026

Washington D.C./New York

Bericht: Iran hat weiterhin erhebliche Raketenkapazitäten

Neue Einschätzungen der US-Geheimdienste zeichnen ein deutlich anderes Bild der militärischen Lage Irans, als es die US-Regierung öffentlich vermittelt

 13.05.2026

Harrisburg

US-Richter verlässt Demokratische Partei wegen Judenhass

David Wecht warnt zudem vor einer zunehmenden Verharmlosung antisemitischer Tendenzen im gesamten linken Spektrum

 13.05.2026

Wien

Jüdische Hochschüler können ESC nicht öffentlich übertragen

Die Studentenorganisation JöH warnt vor einer angespannten Sicherheitslage für Jüdinnen und Juden und plant eine Protest- und Solidaritätsveranstaltung

 13.05.2026

Washington D.C.

Trump droht Iran mit vollständiger Niederlage

Die Vereinigten Staaten würden den Konflikt »friedlich oder eben auf andere Weise« gewinnen, sagt der amerikanische Präsident vor seiner Abreise nach China

 13.05.2026

Barcelona

Flick distanziert sich von Yamals Palästina-Flaggen-Aktion

Jungstar Yamal sorgt meistens auf dem Platz für Aufsehen. Bei der Meisterparty des FC Barcelona setzt er nun auch abseits des Rasens ein Zeichen - ein politisches, das aber nicht allen gefällt

 13.05.2026