Musik

Knobloch: Antisemitismus hat ganz offensichtlich einen Platz in Deutschland

Foto: Astrid Schmidhuber

Ein Konzert des früheren Pink-Floyd-Bassisten Roger Waters ist in München wie schon in anderen deutschen Städten von Protesten begleitet worden. Bei einer Demonstration des Bündnisses »München ist bunt!« vor der Olympiahalle sagte Charlotte Knobloch am Sonntagabend, trotz aller gegenteiligen Bekundungen führender deutscher Politiker habe Antisemitismus ganz offensichtlich einen Platz in diesem Land.

Sie und mit ihr große Teile der jüdischen Gemeinschaft seien es leid, dass solche Auftritte nicht verhindert werden könnten, fügte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern hinzu. Notfalls müssten dafür Gesetze geändert werden.

Judenhass und Hass auf Israel seien keine Meinung, betonte Knobloch. Meinungsfreiheit sei keine Hassfreiheit. Sie aber könne und wolle nicht mehr hören, »dass Antisemitismus keinen Raum bekommt in diesem Land«, wenn Brandstiftern wie Waters Bühnen offenbar nicht verwehrt werden könnten.

Die Stadt München hatte ein Verbot des Konzerts erwogen, auf eine außerordentliche Kündigung des Vertrags mit dem Veranstalter aber aus rechtlichen Gründen verzichtet. In Frankfurt am Main hatte der umstrittene Musiker eine Absage seines Konzerts durch eine erfolgreiche Klage beim dortigen Verwaltungsgericht abgewendet. kna

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026

München

Proiranische Terror-Gruppe reklamiert Anschlag auf Restaurant für sich

Laut Generalstaatsanwaltschaft ist ein Bekennervideo der schiitischen Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia Gegenstand laufender Ermittlungen

 17.04.2026

Berlin

Staatsanwaltschaft geht in Revision im Prozess gegen Mustafa A.

Die Staatsanwaltschaft geht bei dem Angriff auf Lahav Shapira von einer antisemitischen Gewalttat aus. Der Täter bestreitet dies und erreicht im Berufungsprozess eine geringere Strafe. Beendet ist der Fall damit nicht

 17.04.2026

New York

New Yorks First Lady entschuldigt sich für antisemitische Social-Media-Beiträge

Als Jugendliche hatte Rama Duwaji etwa die Flugzeugentführerin Leila Khaled gelobt und behauptet, Tel Aviv hätte nie existieren dürfen

 17.04.2026