Musik

Knobloch: Antisemitismus hat ganz offensichtlich einen Platz in Deutschland

Foto: Astrid Schmidhuber

Ein Konzert des früheren Pink-Floyd-Bassisten Roger Waters ist in München wie schon in anderen deutschen Städten von Protesten begleitet worden. Bei einer Demonstration des Bündnisses »München ist bunt!« vor der Olympiahalle sagte Charlotte Knobloch am Sonntagabend, trotz aller gegenteiligen Bekundungen führender deutscher Politiker habe Antisemitismus ganz offensichtlich einen Platz in diesem Land.

Sie und mit ihr große Teile der jüdischen Gemeinschaft seien es leid, dass solche Auftritte nicht verhindert werden könnten, fügte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern hinzu. Notfalls müssten dafür Gesetze geändert werden.

Judenhass und Hass auf Israel seien keine Meinung, betonte Knobloch. Meinungsfreiheit sei keine Hassfreiheit. Sie aber könne und wolle nicht mehr hören, »dass Antisemitismus keinen Raum bekommt in diesem Land«, wenn Brandstiftern wie Waters Bühnen offenbar nicht verwehrt werden könnten.

Die Stadt München hatte ein Verbot des Konzerts erwogen, auf eine außerordentliche Kündigung des Vertrags mit dem Veranstalter aber aus rechtlichen Gründen verzichtet. In Frankfurt am Main hatte der umstrittene Musiker eine Absage seines Konzerts durch eine erfolgreiche Klage beim dortigen Verwaltungsgericht abgewendet. kna

Babyn Jar

Sie alle hatten einen Namen

In der Schlucht bei Kyjiw ermordeten deutsche Täter am 29. und 30. September 1941 innerhalb von zwei Tagen rund 34.000 Jüdinnen und Juden

von Andreas Albrecht  29.09.2026

Deutschland

Elif Eralp war Mitglied der linksextremistischen Roten Hilfe

Der Landesverfassungsschutz erwähnt die Rote Hilfe in seinem jüngsten Jahresbericht als mit Abstand größte linksextremistische Organisation in Berlin

 29.09.2026

Sachsen-Anhalt

AfD-Wahlsieger Siegmund: Stelle mich im Dezember zur Wahl

Ob es dann tatsächlich für eine Mehrheit reicht, ist offen. Die Debatte über ein AfD-Verbotsverfahren nimmt derweil wieder Fahrt auf

 29.09.2026 Aktualisiert

Österreich

Israelische Familie wegen Herkunft nicht bedient?

An einem Imbissstand im Salzburger Land wurden Touristen mutmaßliche Opfer antisemitischer Diskriminierung

 29.09.2026

Jahrestag

Terrorunterstützer planen für den 7. Oktober israelfeindliche Demos

In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind Kundgebungen vorgesehen. Aufrufe zur Teilnahme enthalten unverblümte Terroraufrufe

von Imanuel Marcus  29.09.2026

UNO

Francesca Albanese korrigiert umstrittene Holocaust-Aussage

In einem Interview hatte die Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete behauptet, Juden seien in Konzentrationslagern auf dem Weg in die Gaskammern als »Muslime« bezeichnet worden

 29.09.2026

Washington D.C.

Sanktionserleichterungen für Iran? Trump dementiert Bericht

Wie geht es weiter im US-Krieg gegen den Iran? Im Gespräch sollen Sanktionserleichterungen für Teheran sein. Der US-Präsident bestreitet das

 29.09.2026

Berlin

Berliner Linke gerät wegen weiterer Clan-Kontakte unter Druck

Welche Großfamilie war noch auf der Wahlparty der linken Wahlgewinner vertreten?

 29.09.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD sprechen ab Donnerstag

Nach dem Willen von Grünen und SPD soll es sich um ein »gemeinsames Vorgespräch« zur Verständigung bei dem zuletzt heftig diskutierten Thema Antisemitismus handeln

 29.09.2026