Bundesregierung

Klein erwartet Entschuldigung von Steinmeier für Olympia 1972

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung Foto: dpa

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, erwartet eine Entschuldigung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Gedenkfeier zum 50. Jahrestag des Olympia-Attentats von 1972.

»Ich glaube, es ist Zeit für eine Entschuldigung und ich denke, der Bundespräsident wird am Montag auf der Gedenkveranstaltung die richtigen Worte finden«, sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. 

Das Münchner Attentat von 1972, bei dem elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist getötet wurden, und »alles, was danach folgte, ist auf deutscher Seite ein Staatsversagen gewesen«, sagte Klein. Es sei daher »fast ein Wunder«, dass die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel nicht größeren Schaden genommen hätten. 

Die Gedenkveranstaltung findet in Anwesenheit der Angehörigen der ermordeten Sportler und des israelischen Präsidenten Isaac Herzog am Montag auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck statt. kna

Kommentar

Hohe Feiertage, wichtige Wahl

Die Bürger von Mecklenburg-Vorpommern wählen am 20. September ihr Parlament. Wird der besorgniserregende Trend, der in Sachsen-Anhalt zu beobachten war, fortgesetzt und verfestigt?

von Juri Rosov  16.09.2026

Judenhass

»Während er mir in den Kopf schneidet, sagt er: ›Die Juden erschießen Kinder‹«

Eine neue Dokumentation enthüllt ein erschreckendes Ausmaß an Antisemitismus im britischen Gesundheitssystem

 16.09.2026

Landtagswahl in MV

Zwischen Engagement und Frust: Besuch in einer AfD-Hochburg

Peenemünde ist ein 400-Seelen-Ort an der deutschen Ostseeküste. Bei der vergangenen Wahl haben hier besonders viele Menschen die AfD gewählt. Und dieses Mal? Ein Besuch kurz vor der Landtagswahl

von Lilli Förter, Helena Dolderer, Verena Schmitt-Roschmann  16.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 16.09.2026

Berlin

Deutscher Freundeskreis der Bar-Ilan-Universität gegründet

»Wissenschaft lebt von Offenheit und Zusammenarbeit«, sagt Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland

 16.09.2026

Washington D.C.

Vance: Iran-Krieg tritt in wenigen Monaten in neue Phase ein

Was wollen die USA in der nächsten Phase des Krieges erreichen?

 16.09.2026

Washington D.C.

USA plant Milliarden-Waffenverkauf an Israel

Die Hintergründe

 16.09.2026

Berlin

Kabinett berät über Maßnahmen für mehr Schutz gegen islamistischen Terror

Sicherheitsinteressen sollen bei Bewährungsentscheidungen stärker zählen und gefährliche Körperverletzungen mit Messern als Verbrechen gewertet werden. Was der neue Maßnahmenkatalog vorsieht

 16.09.2026

Gegen Vorurteile

Über Tattoos, Sport und die Frage, was eigentlich koscher ist - Neuauflage eines Projekts zu jüdischem Leben

Vorne Fotos, hinten Erklärtexte und QR-Codes: Eine neue Box mit Material zu jüdischem Leben in Deutschland ist erschienen. Gedacht ist sie für Schule oder Erwachsenenbildung - und als Beitrag gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  16.09.2026