»Judas Watch«

Klare antisemitische Ausrichtung

Foto: imago images/Shotshop

Die Bundesregierung sieht bei der 2015 eingerichteten Internetseite »Judas Watch« eine klare antisemitische Ausrichtung. Die Seite nehme für sich in Anspruch, einen »jüdischen Einfluss« zu verdeutlichen, heißt es am Montag in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion.

Ziel der Betreiber sei es, Beweise für die Existenz eines internationalen Netzwerks zu sammeln, das gegen »weiße Menschen und ihre Interessen« agiere und Demokratien untergrabe.

VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN Die Betreiber bedienten sich dabei im Rechtsextremismus verbreiteter Verschwörungstheorien zu einer angeblich im Geheimen agierenden Vereinigung von Juden, deren Ziel die Weltherrschaft sei. Als Herkunftsland des Seitenanmelders sei Panama angegeben, hieß es weiter. Eine Kontakt- oder E-Mail-Adresse des Anmelders sei nicht bekannt.

Die antisemitische Seite war Anfang des Jahres für mehrere Wochen nicht erreichbar, bevor sie wieder online ging. Ein aktuelles Aufrufen der Seite scheint jedoch nicht möglich.

Zuvor war »Judas Watch« demnach Mitte Januar auf den Index jugendgefährdender Medien gesetzt worden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert seit Längerem eine dauerhafte Sperre der Website. kna

Sachsen-Anhalt

AfD-Wahlsieger Siegmund: Stelle mich im Dezember zur Wahl

Ob es dann tatsächlich für eine Mehrheit reicht, ist offen. Die Debatte über ein AfD-Verbotsverfahren nimmt derweil wieder Fahrt auf

 29.09.2026 Aktualisiert

Österreich

Israelische Familie wegen Herkunft nicht bedient?

An einem Imbissstand im Salzburger Land wurden Touristen mutmaßliche Opfer antisemitischer Diskriminierung

 29.09.2026

Jahrestag

Terrorunterstützer planen für den 7. Oktober israelfeindliche Demos

In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind Kundgebungen vorgesehen. Aufrufe zur Teilnahme enthalten unverblümte Terroraufrufe

von Imanuel Marcus  29.09.2026

UNO

Francesca Albanese korrigiert umstrittene Holocaust-Aussage

In einem Interview hatte die Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete behauptet, Juden seien in Konzentrationslagern auf dem Weg in die Gaskammern als »Muslime« bezeichnet worden

 29.09.2026

Washington D.C.

Sanktionserleichterungen für Iran? Trump dementiert Bericht

Wie geht es weiter im US-Krieg gegen den Iran? Im Gespräch sollen Sanktionserleichterungen für Teheran sein. Der US-Präsident bestreitet das

 29.09.2026

Berlin

Berliner Linke gerät wegen weiterer Clan-Kontakte unter Druck

Welche Großfamilie war noch auf der Wahlparty der linken Wahlgewinner vertreten?

 29.09.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD sprechen ab Donnerstag

Nach dem Willen von Grünen und SPD soll es sich um ein »gemeinsames Vorgespräch« zur Verständigung bei dem zuletzt heftig diskutierten Thema Antisemitismus handeln

 29.09.2026

25 Jahre nach Durban-Erklärung

Wegen Judenhass: Deutschland bleibt UN-Treffen zu Rassismus fern

Die Bundesrepublik hat nicht an einem umstrittenen UN-Treffen zum Kampf gegen Rassismus in New York teilgenommen

 29.09.2026

Terrorismus

»Wenn sie einen Raum betrat, ging die Sonne auf« - Zwei Mütter, ihre verlorenen Töchter und der 7. Oktober 2023

Ricarda Louks Tochter Shani und Sonja Bohl-Denckers Tochter Carolin wurden vor drei Jahren von der islamistischen Hamas ermordet. Ihre Mütter schildern, wie sie mit dem Verlust zurechtkommen - und was sie sich wünschen

von Nina Schmedding  29.09.2026