»Judas Watch«

Klare antisemitische Ausrichtung

Foto: imago images/Shotshop

Die Bundesregierung sieht bei der 2015 eingerichteten Internetseite »Judas Watch« eine klare antisemitische Ausrichtung. Die Seite nehme für sich in Anspruch, einen »jüdischen Einfluss« zu verdeutlichen, heißt es am Montag in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion.

Ziel der Betreiber sei es, Beweise für die Existenz eines internationalen Netzwerks zu sammeln, das gegen »weiße Menschen und ihre Interessen« agiere und Demokratien untergrabe.

VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN Die Betreiber bedienten sich dabei im Rechtsextremismus verbreiteter Verschwörungstheorien zu einer angeblich im Geheimen agierenden Vereinigung von Juden, deren Ziel die Weltherrschaft sei. Als Herkunftsland des Seitenanmelders sei Panama angegeben, hieß es weiter. Eine Kontakt- oder E-Mail-Adresse des Anmelders sei nicht bekannt.

Die antisemitische Seite war Anfang des Jahres für mehrere Wochen nicht erreichbar, bevor sie wieder online ging. Ein aktuelles Aufrufen der Seite scheint jedoch nicht möglich.

Zuvor war »Judas Watch« demnach Mitte Januar auf den Index jugendgefährdender Medien gesetzt worden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert seit Längerem eine dauerhafte Sperre der Website. kna

Miami

Antisemitischer Angriff in Starbucks-Filiale

Laut Polizei schlug eine Frau ihr Opfer mit einem Mobiltelefon. Dann habe sie mit einem Metallstuhl auf den Mann, der eine Kippa trug, losgehen wollen

 07.08.2026

Berlin

Klingbeil: AfD-Verbotsverfahren ernsthaft prüfen

Die Diskussion um ein AfD-Verbotsverfahren erhält neue Dynamik. Was sagt SPD-Chef Klingbeil und wie reagiert die Linke auf seinen Vorstoß?

 07.08.2026

Teheran/Maskat/Washington D.C.

Iran und Oman arbeiten an Hormus-Regelung – Teheran stellt Bedingungen an die USA

Iranischer Vertreter sagen, ein Rahmenabkommen für den Schiffsverkehr sei weit fortgeschritten. Eine sofortige Wiederöffnung der Wasserstraße sei damit jedoch nicht verbunden

 07.08.2026

Magdeburg

Jüdische Gemeinden in Sachsen-Anhalt kritisieren Hallervorden-Wahlkampf der CDU

Der Landesverband der jüdischen Gemeinschaft schaltet sich mit deutlichen Worten in die Debatte ein

 06.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 06.08.2026

Mehrere Flaschen mit Limonade der Marke Lemonaid in verschiedenen Geschmacksrichtungen stehen im Regal in einem Getränkemarkt

Meinung

Kann politisch korrekte Limonade antisemitisch sein?

Beim FC St. Pauli ist der langjährige Kapitän Jackson Irvine weg, doch bei der politisch korrekten Brausefirma »LemonAid« sitzt der anti-israelische Australier weiter im Aufsichtsrat

von Daniel Killy  06.08.2026

Kommentar

Landtagswahlkampf mit Israelfeindlichkeit

Mit einem vielleicht auf den ersten Blick unschuldigen Satz macht das BSW Stimmung. Gegen den einzigen jüdischen Staat, die »Zionisten« und damit die Juden

von Imanuel Marcus  06.08.2026

Leipzig

Dobrindt: Deutsche Drohnenabwehr mit Unterstützung Israels

Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Leipziger Flughafen kündigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verstärkte Anstrengungen gegen hybride Bedrohungen an. Helfen sollen dabei auch die Ukraine und Israel

 06.08.2026

Magdeburg/Halle

Schulze: Hallervorden-Auftritt steht für Meinungsfreiheit

Der Komiker verbreitet Verschwörungstheorien über Israel und relativiert Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine

 06.08.2026