Meinung

Kein Stern für Luise

Luise Rainer ist eine Filmlegende. Als einzige Deutsche hat sie den Oscar gewonnen – und das gleich zweimal hintereinander, 1936 und 1937. Wer, wenn nicht sie, hätte einen Platz auf dem Berliner »Boulevard der Stars« verdient, wo nach dem Vorbild des »Walk of Fame« in Hollywood große Persönlichkeiten des deutschen Films verewigt werden? Es wäre auch eine Gelegenheit, die vor den Nazis geflüchtete jüdische Actrice heimzuholen – und das nicht nur metaphorisch: Die Schauspielerin ebt 101-jährig in London.

PR-Getöse Doch der Name Luise Rainer fehlte, als im September 2010 unter großem PR-Getöse die ersten 40 Bronzesterne auf dem Potsdamer Platz eingelassen wurden. Darauf aufmerksam gemacht, vertrösteten die Initiatoren auf 2011, wenn die nächsten zwanzig Stars ausgezeichnet würden. Die sind jetzt bekannt gegeben worden. Und wieder ist Luise Rainer nicht dabei.

In der Präambel des Boulevard-Trägervereins heißt es: »Besonderes Augenmerk gilt ... dem Wirken deutschsprachiger Filmschaffender im Ausland während der Zeit des Nationalsozialismus.« Eine fromme Phrase. 2010 konnte man noch Ignoranz vermuten: Die Jury wusste vielleicht nicht, wer Luise Rainer ist. 2011 gilt diese Ausrede nicht mehr. Die jüdische Oscar-Preisträgerin aus der deutschen Filmgeschichte herausfallen zu lassen, war beim ersten Mal peinlich. Jetzt ist es ein Skandal.

Militär

Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten

Bei einem Besuch in Israel vereinbaren Vertreter der Bundeswehr eine engere Kooperation mit Israels Armee. Deutschland will dabei auch etwas über die Integration von Frauen ins Militär lernen

 20.02.2026

Stuttgart

Merz schließt AfD als Option kategorisch aus

In Teilen der CDU liebäugeln manche damit, ob nicht doch auch die AfD ein Partner werden könnte. Der Parteichef zieht eine deutliche rote Linie

 20.02.2026

Berlin

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen

Die Bundesregierung warnt Deutsche im Iran erneut vor einer möglichen Eskalation. Noch gebe es Ausreisemöglichkeiten zu Lande und mit Flugzeugen

 20.02.2026

Düsseldorf

Jetzt auch Wirbel um Jobs bei AfD-Abgeordneten in NRW

Minijobs für eine 85-Jährige und die Frau eines Lokalpolitikers: Jetzt geraten auch AfD-Abgeordnete in NRW in die Vetternwirtschafts-Debatte

 20.02.2026

»Mit eigener Stimme«

Braunschweig zeigt Ausstellung zum 75. Jubiläum des Zentralrates der Juden

1950 in Frankfurt gegründet, steht die jüdische Dachorganisation seit mehr als 75 Jahren für jüdisches Leben in Deutschland. Das Städtische Museum widmet ihm nun eine bundesweit einzigartige Schau

 20.02.2026

London

Starmer verweigert US-Zugriff auf britische Stützpunkte für möglichen Iran-Angriff

Die Nutzung des strategisch wichtigen Stützpunkts Diego Garcia ist Teil der US-Pläne für einen möglichen Angriff. Dieser darf jedoch nur mit Zustimmung der britischen Regierung genutzt werden

 20.02.2026

Kampala

50 Jahre nach Operation in Entebbe: Uganda baut Statue für Joni Netanjahu

Der ungandische Verteidungsminister Muhoozi Kainerugaba kündigt das Vorhaben an. Der Bruder des heutigen Ministerpräsidenten Netanjahu fiel bei der »Operation Thunderbolt« 1976 in Entebbe

von Imanuel Marcus  20.02.2026

Andrews-Luftwaffenbasis

Zehn Tage bis zwei Wochen: Trump setzt Iran Frist

»Sie müssen ein Abkommen schließen. Wenn das nicht passiert, werden schlimme Dinge geschehen«, sagt der amerikanische Präsident

 20.02.2026

Washington D.C./Gaza

Trotz Milliardenzusage: Zweifel an Trumps Gaza-Friedensplan

Der US-Präsident hat Milliardenhilfen seines umstrittenen Friedensrats für Gaza angekündigt. Doch die Frage der Entwaffnung der Hamas bleibt ungelöst. Und die Terroristen haben eigene Forderungen

 20.02.2026