Meinung

Kein Stern für Luise

Luise Rainer ist eine Filmlegende. Als einzige Deutsche hat sie den Oscar gewonnen – und das gleich zweimal hintereinander, 1936 und 1937. Wer, wenn nicht sie, hätte einen Platz auf dem Berliner »Boulevard der Stars« verdient, wo nach dem Vorbild des »Walk of Fame« in Hollywood große Persönlichkeiten des deutschen Films verewigt werden? Es wäre auch eine Gelegenheit, die vor den Nazis geflüchtete jüdische Actrice heimzuholen – und das nicht nur metaphorisch: Die Schauspielerin ebt 101-jährig in London.

PR-Getöse Doch der Name Luise Rainer fehlte, als im September 2010 unter großem PR-Getöse die ersten 40 Bronzesterne auf dem Potsdamer Platz eingelassen wurden. Darauf aufmerksam gemacht, vertrösteten die Initiatoren auf 2011, wenn die nächsten zwanzig Stars ausgezeichnet würden. Die sind jetzt bekannt gegeben worden. Und wieder ist Luise Rainer nicht dabei.

In der Präambel des Boulevard-Trägervereins heißt es: »Besonderes Augenmerk gilt ... dem Wirken deutschsprachiger Filmschaffender im Ausland während der Zeit des Nationalsozialismus.« Eine fromme Phrase. 2010 konnte man noch Ignoranz vermuten: Die Jury wusste vielleicht nicht, wer Luise Rainer ist. 2011 gilt diese Ausrede nicht mehr. Die jüdische Oscar-Preisträgerin aus der deutschen Filmgeschichte herausfallen zu lassen, war beim ersten Mal peinlich. Jetzt ist es ein Skandal.

Berlin

Blumen, Trauer und Tränen nach CSD-Angriff

Eine Frau stirbt, viele Menschen werden schwer verletzt. Der Angriff mit einem Auto im Berliner Tiergarten galt offensichtlich den Besuchern des Christopher Street Day

von Andreas Rabenstein, Monika Wendel  26.07.2026

Teheran

Iran droht USA mit Ausweitung des Konflikts

Das iranische Militär droht den USA mit einer Ausweitung der Kämpfe. Sollten die Luftangriffe andauern, werde Teheran neue militärische Strategien in der Region anwenden

 26.07.2026

Berlin

CSD-Angriff: Keine Lebensgefahr bei acht Charité-Patienten

Ein Mann steuert am Samstagabend einen Van in eine Menschenmenge. Eine Frau stirbt. Mehrere Menschen erleiden teilweise schwere Verletzungen. Acht von ihnen werden in die Charité gebracht

 26.07.2026

Berlin

Jüdische Organisationen solidarisieren sich mit Opfern des CSD-Anschlags

Am Rande des CSD in Berlin hat ein Fahrzeugfahrer mindestens eine Person getötet und 16 weitere verletzt. Auch die jüdische Gemeinschaft zeigt sich tief betroffen

 26.07.2026

Meinung

»Glückwunsch« zum Genozid-Vorwurf

Solange die Grüne Jugend einseitig gegen Israel gerichtete Beschlüsse fasst, kann sie kein Partner im Kampf gegen Antisemitismus sein

von Anika Schmütz  26.07.2026

Landtagswahlen

Ostdeutsche eher für AfD-Beteiligung als Allparteienbündnis

Umfragen vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern deuten auf eine starke AfD. Was wäre wenn? Das klopft eine YouGov-Umfrage ab

 26.07.2026

Berlin/Karlsruhe

Angriff bei CSD: Bundesanwaltschaft in Kontakt mit Berliner Behörden

Ein mutmaßlich islamistischer Hintergrund rückt bei den Ermittlungen zu dem Angriff mit einem Auto in Berlin in den Fokus. Solche Vorfälle kann die oberste Anklagebehörde in Deutschland übernehmen

 26.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  26.07.2026

Jemen

Konflikt im Nahen Osten weitet sich aus

Nach Luftangriffen im Jemen schwört die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz Rache gegen Saudi-Arabien. Wie wird US-Präsident Trump im eskalierenden Konflikt im Nahen Osten weiter vorgehen?

 26.07.2026