Bundestagspräsidentin Julia Klöckner reist am Dienstag zu einem dreitägigen Antrittsbesuch nach Israel. Die CDU-Politikerin folgt einer Einladung ihres Amtskollegen Amir Ohana. Im Gespräch mit dem Präsidenten der Knesset und weiteren Politikern soll es nach Angaben des Bundestags vor allem um die bilateralen Beziehungen, die Lage in der Region, die geopolitische Situation sowie die (Cyber-)Sicherheit zum Schutz der Parlamente gehen.
Vorgesehen sind unter anderem auch Treffen mit Oppositionsführer Jair Lapid und mit der deutsch-israelischen Freundschaftsgruppe der Knesset. Klöckner will außerdem in Yad Vashem der von den Nationalsozialisten ermordeten rund sechs Millionen Jüdinnen und Juden gedenken. Sie will auch das Nova-Festival-Memorial aufsuchen, das an die Opfer des brutalen Überfalls der Hamas am 7. Oktober 2023 erinnert.
In einem Gastbeitrag im »Tagesspiegel« kritisierte die CDU-Politikerin, dass mit diesem Angriff auf Israel »Judenhass weltweit wieder salonfähig« geworden sei. Auch auf deutschen Straßen sei der Überfall gefeiert worden. »Sicher, der Antisemitismus bei uns war nie weg. Seit jenem 7. Oktober erlebt er aber eine schreckliche, hemmungslose Konjunktur«, schrieb Klöckner. Das barbarische Morden und Verschleppen durch die Hamas habe »Dämme brechen lassen«. dpa