Paris

Drei Juden mit Messer bedroht

Polizisten in Paris Foto: picture alliance / PHOTOPQR/LE PARISIEN/MAXPPP

In Paris ist es zu einem antisemitisch motivierten Angriff gekommen, der erneut die Sicherheitslage für jüdische Gemeinden und Juden in Europa in den Fokus rückt.

Drei Männer hatten am Freitagabend eine Synagoge im Umfeld des Trocadéro verlassen, als sie von einem Unbekannten gefragt wurden, ob sie Juden seien. Als einer der Männer dies bejahte, zog der Täter ein Messer und begann, die Gruppe zu bedrohen. Die Betroffenen flüchteten, einer von ihnen stürzte dabei, konnte aber entkommen. Unweit des Tatorts fanden sie Schutz bei Polizeibeamten, die in der Gegend im Einsatz waren. Verletzt wurde niemand.

Lesen Sie auch

Der mutmaßliche Täter konnte bislang nicht festgenommen werden. Die drei Männer erstatteten Anzeige, die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen bewaffneter Gewalt und religiös motivierter Hasskriminalität ein. Der Bürgermeister des betroffenen Pariser Bezirks verurteilte den Vorfall scharf und erklärte, er werde den Kampf gegen Antisemitismus »mit aller Entschlossenheit fortsetzen«.

Essay

Fallstricke des Wokeismus

Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte bilden ein berechtigtes Korrektiv, aber was über Israel verbreitet wird, bedarf grundlegender Korrekturen

von Richard Blättel  22.06.2026

Kanada

Zwei Tote bei Anschlag im jüdischem Viertel von Montreal

Bei einem der Opfer soll es sich laut Medienberichten um Michael Moshe Mizrahi handeln, ein Mitglied der örtlichen jüdischen Gemeinde

 22.06.2026 Aktualisiert

Meinung

Wenn niemand sonst zu Israel steht

Unser Autor ist Schüler auf einem Gymnasium nahe Köln. Mit Entsetzen musste er feststellen, dass Antisemitismus und Israelhass in seiner Klasse weit verbreitet sind. Nun fragt er sich: Wie kann das sein?

von Jan Tersteegen  22.06.2026

Verhandlungen

USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl

Nach »produktiven« Gesprächen mit dem Iran setzen die USA Teile ihrer Sanktionen gegen den Iran vorübergehend aus. Die Maßnahme könnte dem Iran Milliarden einbringen und die Energiemärkte beruhigen

 22.06.2026

Trauer

Orakel und Maestro

Über 18 Jahre lang herrschte Alan Greenspan als Zentralbankchef über die Zinspolitik der weltgrößten Wirtschaftsmacht. Mit 100 Jahren ist er nun gestorben

von Anna Ringle, Thomas Kaufner  22.06.2026

Debatte

Jüdischer Verein verlangt Schutz für das Tragen religiöser Symbole

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Bei einem Prozess wegen Volksverhetzung in Flensburg musste eine Zuschauerin ihre Davidsternkette ablegen. Der Verein Jüdischer Hochschullehrender fordert nun Maßnahmen von der Justiz

 22.06.2026

Berlin

Mann mit Kippa beleidigt und bespuckt

Laut eines Medienberichts kam es am Samstag in Berlin-Charlottenburg zu einem antisemitischen Vorfall

 22.06.2026 Aktualisiert

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  22.06.2026

Berlin

Nova-Ausstellung: Interne Unterlagen zeigen Streit um Fördergeld

Die Finanzierung des Projekts war bis zuletzt umstritten. Eine angekündigte Kürzung der Landesförderung in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro wurde zurückgenommen

 22.06.2026