Hochschulen

Jüdische Studierende fordern klare Regeln für Sicherheit

JSUD-Präsident Ron Dekel Foto: Gregor Matthias Zielke

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Jüdische Studierende fordern klare Regeln für Sicherheit

Auch an deutschen Hochschulen hat sich die Situation für Juden mit dem eskalierten Nahostkonflikt verschärft. Ein Vertreter jüdischer Studierender spricht von deutlicher Radikalisierung. Er pocht auf mehr Sicherheit

von Alexander Riedel  22.05.2025 12:03 Uhr

Jüdische Studierende sehen sich an deutschen Hochschulen nach wie vor bedroht. »Ich wünsche mir, dass man klare Regelungen schafft, damit Jüdinnen und Juden sich endlich wieder sicher am Campus fühlen«, sagte der Präsident der Jüdischen Studierendenunion, Ron Dekel, der Berliner »taz« (Donnerstag). Die aktuellen Zustände dürften nicht einfach so bleiben.

»An Universitäten sehen wir aktuell eine deutliche Radikalisierung junger Menschen«, so Dekel. Islamistischer Terror werde verherrlicht. »Jüdische Studierende werden bedroht oder sogar angegriffen.« Die Radikalisierung bedeute für sie eine Gefahr für Leib und Leben. Manche jüdische Studierende würden den Campus inzwischen komplett meiden. Andere wichen an weniger besuchte Standorte aus. »Man schränkt sich danach ein, wo man sich überhaupt noch sicher fühlt«, sagte Dekel.

Verfassungsschutz an Hochschulen?

Der jüdische Studierendenvertreter stellte sich hinter eine Forderung des Antisemitismus-Beauftragten des Bundes, Felix Klein, gegen Judenhass an Universitäten den Verfassungsschutz einzusetzen. »Wenn das kein Fall für den Verfassungsschutz ist, weiß ich auch nicht mehr«, sagte Dekel. Zugleich betonte er, dass in einer Demokratie Freiheitsrechte wichtig seien und dies abgewogen werden müsse.

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